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Reinhardswalder Wolf starb natürlichen Todes

Der Wolf aus dem nordhessischen Reinhardswald ist eines natürlichen Todes gestorben. Es war der erste Wolf, der seit rund 150 Jahren in Hessen gesehen wurde.
Kassel/Gießen. 

Bei der Obduktion des Tieres fanden die Veterinär-Pathologen der Universität Gießen keine Fremdeinwirkung, wie das hessische Umweltministerium mitteilte. Mitte April hatten Waldarbeiter des Forstamts Reinhardshagen den toten Wolf gefunden. Die Überreste waren bereits stark verwest. Das Forstamt hatte Haut, Knochen, Sehnen und Fell zur Untersuchung nach Gießen geschickt.

Der Wolfsrüde war 2006 aus der Lausitz eingewandert. Mitte Februar dieses Jahres soll dann ein Wolf aus dem Wald auf das Heulen des Rudels im Gehege des Tierparks Sababurg geantwortet haben. "Das war das letzte Lebenszeichen", sagte Forstamtsleiter Norbert Teuwsen.

Naturschützer hatten sich über die Rückkehr des Wolfs nach Hessen gefreut und gehofft, andere Tiere würden nachkommen, um ein Rudel zu gründen. Bei Viehhaltern in der Umgebung stieß das Tier dagegen nicht auf Gegenliebe. Der Wolf wurde für das Reißen von einem Zwerg-Zebukalb, 76 Schafen und zwei Ziegen verantwortlich gemacht. Im Reinhardswald, einem ausgedehnten, fast menschenleeren Gebiet, hatte der Wolf auch Jagd auf Rehe, Wildschweine und Hirsche gemacht.

Bisher gibt es in Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt freilebende Wolfsfamilien. Experten erwarten, dass weitere Tiere bis nach Hessen vordringen. Anfang dieses Jahres wurde ein verletzter Wolf in Mittelhessen gesehen, der aus Süden zugewandert war. lhe

(lhe)
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