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Grüne Soße zur Eröffnung: Rundgang über die Landesausstellung beim Hessentag

Von Zwischen Deichschützern und Kaminbauern: Rund 200 Aussteller zeigen in der Landesausstellung eine große Bandbreite wirtschaftlichen und politischen Schaffens. Auch eine Landesspezialität darf nicht fehlen.
HessentagRe_ Foto: Maik Reuß Hessentagspaar mit Ministerpräsident Bouffier und Gattin, Jens Grode sowie Patrick Burghardt, Oberbürgermeister von Rüsselsheim, mit Gattin (v.l.).
Rüsselsheim. 

„Ich weiß jetzt, wo es die guten Mohrenköpfe gibt!“, ruft eine Frau quer über die Straße ihrer Freundin zu: „Am Grabmal von Adam Opel!“ Klarer Fall: Das kann nur Rüsselsheim sein. Die Stadt des berühmten Autobauers lebt von und mit dem Autowerk an ihrer Seite, doch in diesen zehn Tagen will sie mehr sein als das: Beim Hessentag ist Rüsselsheim Schaufenster für Hessen.

HessentagRe_ Bild-Zoom Foto: Maik Reuß
Slackliner Lukas Irmler balancierte zwischen Stadtkirche und Rathaus.

„Sieben Kräuter gehören in die Grüne Soße“, weiß Hildegard Andres wie aus der Pistole geschossen: „Pimpernelle, Schnittlauch, Petersilie, Zitronenmelisse ...“ Aus Darmstadt ist die Seniorin eigens zum Hessentag nach Rüsselsheim gekommen. Warum? „Neugier“, sagt sie knapp, hier gebe es immer so viel Interessantes zu sehen.

Einfach lecker

Und zu probieren: Am Stand des Regierungspräsidiums kredenzen sie am Eröffnungstag Frankfurter Grüne Soße, und das nicht nur, weil das Frankfurter Nationalgericht einfach lecker ist. „Wir sind das Haus der hessenweiten Kontrollen“, verraten die Damen am Stand. Heute ist das Regierungspräsidium Gießen zu Gast. Von hier aus werden europäische Herkunftszeichen wie die „Geschützte geographische Angabe“ überprüft, ein Label für garantiert regional hergestellte Spezialitäten.

Seit 2016 gehört auch die Frankfurter Grüne Soße dazu, jetzt schützt das Siegel, „dass auch nur das drin ist, was der Verbraucher erwartet“, betont Silke Schiller. Die Kräuter müssten in Frankfurt gewachsen und hier geerntet worden sein und von Hand verpackt werden. Und es dürfe eben kein Dill drin sein, wie das gerne in Nordhessen der Fall sei.

Das Regierungspräsidium ist in der Tat die „Behörde der 5000 Aufgaben“ – an den kommenden Tagen stellen sich etwa der Katastrophenschutz mit Bombenentschärfern, Strahlenschutzexperten oder Deichschützer vor. Und das ist nur eine von mehreren Dutzend Behörden, die sich auf der Landesausstellung des Hessentags präsentieren. Auf einem eigenen Gelände am Rande des Hessentags, direkt am Haupttor des Opelwerks, ist die Landesausstellung mit rund 200 Teilnehmern in diesem Jahr zu finden.

„Mann, ist das weit weg“, stöhnt ein Besucher, und in der Tat: Zwischen der Hessentagsstraße und dem zentralen Herz des Hessentags am Rüsselsheimer Rathaus und der Landesausstellung liegt fast ein Kilometer. Mal eben zwischen Hauptbühne, Weindorf und Landesausstellung wechseln – keine Chance. Die Organisatoren sprechen lieber vom „Tor zum Hessentag“, am Eröffnungsmorgen herrschte auf dem eher uncharmanten Werksgelände eher gähnende Ernüchterung.

Behörden und Whirlpools

Dabei gibt es hier richtig viel zu sehen: Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und auch die Bundeswehr präsentieren hier allerlei Fahrzeuge und Großgeräte, auch zahlreiche Handwerksbetriebe haben hier ihre Ausstellungsflächen.

Whirlpools, Kamine oder Solaranlagen gibt es hier, eine große Ausstellung zur Arbeitswelt Hessen wartet am Eingang auf die Besucher. Im großen Zelt der Landesregierung präsentieren sich Ministerien und Landesbehörden, bringen Staatskanzlei und politische Parteien Informationen unters Volk. „Toll, dass der Verfassungsschutz hier ist“, sagt Susanne Bauer. Die junge Frau studiert Jura in Mainz und ist eigens nach Rüsselsheim gekommen, um sich über die Arbeit der Verfassungsschützer zu informieren. „Das könnte mal ein Arbeitgeber für mich sein“, verrät sie. Die Studentin ist in Rüsselsheim zur Schule gegangen, nun staunt sie über das riesige Programm des Hessentags. „Und wir lieben Kulis“, sagt ihr Begleiter Sam Zimmermann grinsend.

Nebenan probieren ein paar Schüler die Schutzausrüstung der Bereitschaftspolizei bei Demonstrationen an. Satte zwei Kilo ist allein der Helm schwer. „Och, nicht so schlimm“, sagt ein Teenager, „geht doch noch.“ Respekt – bei 15 Kilogramm Schutzweste. „Wir machen die Staus“, sagt nebenan der freundliche Polizeibeamte augenzwinkernd. Joachim Winter ist Leiter des Landesmeldedienstes Hessen.

Auf einem Bildschirm zeigt er genau, wie eine Staumeldung direkt in die Redaktionen der Radiosender gelangt. „Wir sind permanent miteinander vernetzt“, erklärt Winter. Und wie ließen sich Staus besser vermeiden? „Wenn die Leute nur das Rechtsfahrgebot beachten und nicht die linke Spur blockieren würden“, rät er.

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