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Steuernachforderungen in Millionenhöhe: Russische Steuerbehörden schauen sich Deutsche Bank an

Eine Verkehrsampel nahe der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. Foto: Arne Dedert/Archiv Eine Verkehrsampel nahe der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. Foto: Arne Dedert/Archiv
Moskau/Frankfurt. 

Die von Rechtsstreitigkeiten geplagte Deutsche Bank muss sich nun auch mit den russischen Steuerbehörden auseinandersetzen. Laut einem Zeitungsbericht geht es um Steuernachforderungen in Millionenhöhe wegen Devisengeschäften. „Die Deutsche Bank arbeitet im Rahmen einer laufenden, routinemäßigen Steuerprüfung mit den russischen Steuerbehörden zusammen”, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Bank am Montag in Frankfurt. „Die Steuerprüfung bezieht sich auf branchenweit übliche Standard-Geschäfte.”

Die russische Wirtschaftszeitung RBK hatte unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, dass es zu einem Streit zwischen der Bank und den Behörden gekommen sei. Es gehe dabei um Steuernachzahlungen in Höhe von 10 Milliarden Rubel oder umgerechnet rund 161 Millionen Euro. Hintergrund seien Devisengeschäfte aus den Jahren 2013 und 2014 - die Deutsche Bank habe Devisen auf dem russischen Markt gekauft und in London weiterverkauft.

Russland bleibt damit ein schwieriges Pflaster für die Deutsche Bank. Erst jüngst hatte sie ihre russische Geldwäsche-Affäre gegen die Zahlung einer hohen Geldbuße an US-amerikanische und britische Aufsichtsbehörden weitgehend aus der Welt schaffen können. Kunden hatten laut Angaben der Behörden zwischen 2011 und 2015 bei der Moskauer Filiale der Deutschen Bank Aktien großer Konzerne in Rubel gekauft - nur um diese Aktien manchmal noch am selben Tag an den westlichen Handelsplätzen in dortiger Währung wieder zu verkaufen.

(dpa)
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