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Personaldebatte: SPD-Bundesvize Schäfer-Gümbel redet Genossen ins Gewissen

Thorsten Schäfer-Gümbel. Foto: arifoto UG/Archiv Thorsten Schäfer-Gümbel.
Wiesbaden. 

SPD-Bundesvize Thorsten Schäfer-Gümbel hat den Genossen eindringlich ins Gewissen geredet, die internen Querelen und die Personaldebatten zu beenden. „Wir machen gerade die vielleicht schwierigste Phase durch, die unsere Partei seit langem erlebt hat”, sagte der hessische Partei- und Fraktionsvorsitzende am Mittwoch in Wiesbaden. „Eine Lehre aus den zurückliegenden Wochen muss beispielsweise sein, dass die deutsche Sozialdemokratie weder an Vertrauen noch an Ansehen gewinnt, wenn sie sich ausschließlich mit sich selbst beschäftigt.”

„Wir haben zuletzt den Eindruck erweckt, dass uns innerparteiliche Personaldebatten wichtiger sind als praktische Politik”, mahnte der stellvertretende Parteivorsitzende. „Dabei ist unsere Daseinsberechtigung alleine, Politik zu machen, die dafür sorgt, dass es den Menschen besser geht.”

Schäfer-Gümbel warb erneut dafür, Fraktionschefin Andrea Nahles auf dem Sonderparteitag im April in Wiesbaden zur neuen Parteivorsitzenden zu wählen. Nahles sei erfahren genug, um die Sozialdemokraten zu stabilisieren und mutig genug, um einen Neuanfang zu wagen. Nach dem Rücktritt von Parteichef Martin Schulz wird Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz als dienstältester Parteivize so lange die SPD kommissarisch führen.

(dpa)

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