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Hessen-Forst: Seltener Käfer krabbelt durch Hessen

Der Scharlachkäfer ist vom Aussterben bedroht, doch in Hessen fühlt er sich wohl. Das geht nicht nur ihm so, auch eine seltene Libellenart konnte in Hessen nachgewiesen werden.
Der Scharlachkäfer lebt zwischen morscher Rinde und festem Holz und gilt bundesweit als vom Aussterben bedroht. Nun wurde das 11 bis 15 Millimieter große Tier in einem Pappelwäldchen bei Ginsheim-Gustavsburg nachgewiesen. Foto: dpa Bilder > Der Scharlachkäfer lebt zwischen morscher Rinde und festem Holz und gilt bundesweit als vom Aussterben bedroht. Nun wurde das 11 bis 15 Millimieter große Tier in einem Pappelwäldchen bei Ginsheim-Gustavsburg nachgewiesen. Foto: dpa
Gießen.  Forscher haben in Hessen seltene Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Wie Hessen-Forst am Montag mitteilte, konnte mit «Rogers Kapuzenmoos» (Orthotrichum rogeri) eine weltweit sehr seltene Art erstmals für Hessen nachgewiesen werden. Die Art bilde kleine, 5 bis 15 Millimeter hohe, dunkel- bis gelbgrüne Polster. Der Name leite sich von der Form der länglich ovalen Sporenkapsel ab, die anfangs eine glockenförmige, haarlose, glänzende Haube besitzt. Das Moos wächst den Angaben zufolge auf der Rinde von lebenden Bäumen und Sträuchern. Funde gelangen in den hessischen Mittelgebirgen Taunus, Odenwald, Vogelsberg, Kellerwald und Kaufunger Wald.

Käfer- und Libellenart nachgewiesen

Die Experten vermuten, dass die Neufunde durch die in den vergangenen Jahren verbesserte Luftqualität ermöglicht wurden. Bei Ginsheim-Gustavsburg gelang in einem Pappelwäldchen der Nachweis für den Scharlachkäfer. Das 11 bis 15 Millimieter große Tier lebt zwischen morscher Rinde und festem Holz. Der Scharlachkäfer kommt den Experten zufolge weltweit ausschließlich in Europa vor. Bundesweit gilt die Art als vom Aussterben bedroht, es gibt nur wenige bekannte Vorkommen in Bayern, Baden-Württemberg und Brandenburg.

Die verbesserte Wasserqualität des Rheins habe zuletzt das Vorkommen der seltenen Libellenart der Grünen Flussjungfer ermöglicht. Auch der Steinbeißer sei nach 25 Jahren Abwesenheit vor kurzem zurück nach Hessen gekommen und breite sich nun wieder aus.

(dpa)
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