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Kräuter und Heilpflanzen: So lecker und heilend sind Hessens Wiesen

Lecker, gesund und heilend: Diese essbaren Blumen und Kräuter wachsen auf hessischen Wiesen und Wegrändern. Lesen Sie hier, welche Wirkungen sie haben und was man alles mit ihnen machen kann.
Foto: imago
Wie oft läuft man an ihnen vorbei, ohne sie wirklich wahrzunehmen oder höchstens als Unkraut abzustempeln? Doch diese Pflanzen sind kein Unkraut, sondern vitaminreiche und schmackhafte Heilpflanzen.

Kleine Braunelle

Sie wächst sehr bodennahe. Ihre ätherischen Öle sollen gegen Atemwegserkrankungen helfen und wirkt krampflösend bei Verdauungsproblemen und kann den Blutdruck senken. Dazu einfach das Kraut als Tee mit heißem Wasser aufschütten, 10 Minuten ziehen lassen und in kleinen Schlucken trinken.

Echtes Labkraut
 
Das Kraut des Echten Labkrautes eignet sich als Tee oder Umschlag hervorragend zum Ankurbeln des Darmtraktes. Seine harntreibende, krampflösende und schleimlösende Wirkung sollen gegen Blasenleiden und bei Verdauungsstörungen helfen.

Brennnesseln

 Das Superfood besitzt etwa 30 Prozent Proteine inklusive vieler essentieller Aminosäuren, enthalten Eisen, Kalzium sowie die Vitamine A, E, B2, B5 und C. Doch bevor Sie sich einen Brennnesselsalat zubereiten, brühen Sie die Blätter mit heißem Wasser ab, damit sie ihren Brennreiz verlieren oder verarbeiten Sie sie gleich als Tee, in einem Quiche oder als Spinat.

Ackerschachtelhalm

Auch bekannt als Zinnkraut. Sie hat einen hohen Gehalt an Kieselerde, die Bindegewebe, Bänder, Sehnen, Knochen, Zähne Nägel, Haut und Haar aufbaut und stärkt. Er soll als Tee zubereitet bei Blasenschwäche, häufigem Harndrang, Blasenkrämpfen und Inkontinenz helfen und als Mundwasser zum Gurgeln bei Mandel- und Zahnfleischentzündungen.

Beifuß

Beifuß hilft bei Bleifüßen. Sind Füße und Beine müde vom Wandern, lindert Beifußöl die Schmerzen. Da es lindernd auf das Nervensystem wirkt, kann man es auch als Tee bei Schlafstörungen oder Nervosität einsetzen. Zudem wirkt es als Frauenkraut menstruationsfördernd.

Echte Kamille

Jeder kennt die lindernde Wirkung von Kamillentee bei Magen-Darm-Probleme oder Halsschmerzen. Die Pflanze wirkt auch entzündungshemmend im äußeren Anwendungsbereich, Sitzbäder oder Umschläge sollen bei Hämorrhoiden und als Dampfbad bei Nasennebenhöhlenentzündungen helfen. Doch nicht mit der Hundskamille verwechseln, die Blüte der Echten Kamille ist hohl und riecht wesentlich intensiver als ihr Doppelgänger.

Gemeiner Ampfer

Ein Ampfersalat soll harntreibend und abführend wirken, auch als in Suppen, püriert oder in der Sauce macht sich Gemeiner Ampfer schmackhaft. Jedoch darf man wegen ihres hohen Oxalsäuregehaltes nicht zu viel verwenden.

Echtes Mädesüß

Echtes Mädesüß wirkt ähnlich wie das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure, nur schwächer. Sie enthält die schmerzlindernde Salicylsäure und soll Fieber absenken. Mit den essbaren Blüten können Sie einen Erkältungstee aufgebrüht oder ähnlich wie Waldmeister Getränke, Kuchen und Nachtische dekorieren.

Große Klette

Sie kann dank ihren bis zu zwei Meter Wuchshöhe kaum übersehen werden. Ein Aufguss der Wurzel kann gegen Rheuma, Gicht, Nierensteinen und Blasenkrebs sowie Diabetes helfen. Obacht: Schmeckt auch in der Pfanne gut.

Roter Klee

In den Wechseljahren hilft der Rote Klee als Tee gegen den Östrogenmangel und auch sonst eignen Teeumschläge gegen rheumatische Schmerzen und Milchdrüsen-Entzündung.

Großes Springkraut

Die frischen Blätter und der Stängel des Großen Springkrauts soll abführend und harntreibend wirken, darf aber wegen seiner Giftstoffe nicht übermäßig verzehrt werden. Der Saft der Pflanze wirkt desinfizierend. Samen schmecken nussig und die Blüten leicht süßlich, ihnen wird auch eine antibakterielle, schmerzstillende und pilzhemmende Wirkung zugesprochen.

Weinberglauch

Vollständig essbar: Die Knollen schmecken wie Knoblauch, und die Halme wie kräftiger Schnittlauch und die Samen des Weinberglauchs schmecken eingelegt wie Kapern.

Weißdorn

Weißdorn wirkt auf den Blut- und Herzkreislauf wie eine Polizist, der den Verkehr reguliert. Ist der Blutdruck zu hoch regelt er in runter und ist er zu niedrig wieder hoch. Seine Blätter und Blüten können leicht als Tee aufgegossen werden

Weißer Gänsefuß

Weißen Gänsefuß kann man als Gemüse abkochen oder getrocknet als Tee aufgießen. Er soll leicht abführend wirken und entzündungshemmend wirken und gegen rheumatische Schmerzen helfen.

Spitzwegerich

Spitzwegerich enthält Kieselsäure, die besonders bei Lungenentzündungen die Schleimstoffe und Schleimhäute schützt und wiederherstellt. Roh schmecken sie als Salatbeigabe und gekocht als Spinat oder in der Suppe. Die Blütenstände können auch roh gegessen werden und sollen pilzig schmecken. Als Tee, Saft oder Aufguss wirkt er gegen Husten und blutreinigend.

Eberesche

Aus den roten Früchten der Esche lässt sich Gelee oder Marmelade kochen., doch schmecken die Früchte ziemlich herb. Gepresst soll der Fruchtsaft auch bei Verdauungsproblemen und Verstopfungen sowie Bronchitis und Lungenleiden helfen.

Wicken

Die Blüten der Wicke sind roh essbar und schmecken wie junge Erbsen und dank des Nektars leicht säuerlich-süß. Sie können als Salatbeilage dienen oder durch ihre bunten Farben ein optischer Hingucker auf dem Teller oder Nachtisch werden.

Sauerklee

Ist von Blatt bis Wurzel genießbar. Dabei schmecken die Blätter säuerlich und sind ein guter Zitronenersatz und erfrischen im Sommer in einem Glas Sprudelwasser oder in der Limonade. Doch auch hier gilt, aufgrund der Oxalsäure nicht zu viel auf einmal zu essen. Die Pflanze soll blutreinigend und fiebersenkend wirken und gegen Sodbrennen helfen.


 
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