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Sturm über dem Rhein-Main-Gebiet: So verhalten Sie sich bei Unwetterschäden

Umgestürzte Bäume und überflutete Keller: Das Unwetter, das vergangene Nacht über das Rhein-Main-Gebiet gezogen ist, hat beachtliche Schäden hinterlassen. Wir haben für Sie zusammengefasst, wie Sie mit Sturmschäden umgehen sollten und wann welche Versicherung greift.
Foto: imago stock&people

Von Sturm redet man in der Kasko-, Hausrat- und Wohngebäudeversicherung ab Windstärke 8. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von mindestens 62 Kilometern pro Stunde. Schäden bei Windstärke 7 oder weniger können nur Vollkaskoversicherte mit Entschädigung rechnen.

Wichtig ist es, den Schaden dem Versicherer möglichst schnell zu melden und mit Fotos zu dokumentieren. Versichert sind alle Schäden, die durch den Sturm an den versicherten Gegenständen – Hausrat, Wohngebäude oder Fahrzeugen – verursacht werden.

Wenn ein Baum auf das Auto fällt oder die Karosserie durch herabfallende Äste beschädigt wurde:

Sturmschäden am Auto fallen in den Bereich der Teilkasko-Versicherung. Schäden bei Windstärke sieben der weniger fallen unter die Vollkaskoversicherung.


Wenn das Auto nur mit der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung versichert ist:

Ist das der Fall, hat der Eigentümer Pech. Diese Versicherung deckt nur Schäden, die man als Autofahrer Dritten zufügt. Bei Sturmschäden greift nur ein Teil- oder Vollkaskoversicherung.

Wenn Fenster durch herumfliegende Äste zu Bruch gehen oder Regen den Teppichboden aufgeweicht hat:

Für solche Schäden ist die Hausratsversicherung zuständig. Zu Hausrat zählen nicht allein Dinge des täglichen Gebrauchs, wie zum Beispiel Möbel, Geschirr oder Kleidung. Es können je nach Vertrag auch Fernseh- und Rundfunkantennen, Satellitenschüsseln oder Markisen mitversichert sein. Gleiches gilt für Gartenmöbel und -accessoires.

Wenn ein Blitz ins Haus einschlägt:

Schlägt ein Blitz ins Haus ein und hinterlässt Schäden am Gebäude, greift die Wohngebäudeversicherung. Mitversichert sind auch auf dem Dach befestigte Photovoltaikanlagen. Selbst wenn der Blitz nicht direkt ins Gebäude, sondern in unmittelbarer Nähe einschlägt, kann für den Schaden anschließend die Wohngebäudeversicherung greifen. Beispiel: Der Blitz spaltet auf dem Nachbargrundstück einen Baum, der kippt und fällt in das versicherte Haus.

Wenn das Auto durch plötzlich auftretendes Hochwasser beschädigt wird:

In dem Fall handelt es sich um einen typischen Teilkasko-Schaden. Aber Achtung: Wenn ein Wagen beschädigt wurde, weil man durch Wasser gefahren ist, ist die Vollkaskoversicherung zuständig. Deshalb sollte man niemals versuchen, den Motor eines überschwemmten Autos auch nur zu starten.

Wenn durch Hochwasser das Navi beschädigt ist:

Versichert ist nicht allein das Auto, der Schutz umfasst auch fest eingebaute Teile wie Navigationssystem, Telefon oder Autoradio inklusive der Lautsprecher. Dasselbe gilt für Zubehör, das - wie beispielsweise der Kindersitz - gesetzlich vorgeschrieben ist oder der Pannenhilfe dient.




 
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