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Peter Kohlgraf zeigt seine moderne 100-Quadratmeter-Wohnung: So wohnt der neue Bischof von Mainz

Von Ein Altbauhaus in einer zugigen Gasse direkt hinter dem Dom, eine moderne Wohnung im dritten Stock - so wohnt der neue Mainzer Bischof. Als Peter Kohlgraf gestern die Türen öffnete, verriet er auch Persönliches.
Der neue katholische Bischof von Mainz Peter Kohlgraf 50 wird in eine Drei Zimmer Wohnung in dir Foto: Kristina Schaefer (imago stock&people) Der neue katholische Bischof von Mainz, Peter Kohlgraf, sitzt gern am Flügel. Seine Bilder hat er noch nicht aufgehängt.
Mainz. 

„Für viele Leute war es die erste Frage: Na, hast Du auch eine goldene Badewanne?“, sagt Peter Kohlgraf. Das sei „natürlich Unsinn“, betont der designierte Mainzer Bischof, aber die Frage verstehe er natürlich: Seit „dieser Limburger Geschichte“ beschäftige das die Leute sehr – Kirche und Geld, das sei ja stets ein besonders heikles Thema, sagt der 50-Jährige.

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Kohlgraf sitzt auf einem Sofa aus dem 18. Jahrhundert, es ist ein Erbstück und eines der ersten Möbelstücke in seiner neuen Residenz: In einem Altbauhaus in einer Gasse hinter dem Mainzer Dom wird der Bischof künftig residieren. Am Donnerstag öffnete er die Türen für die Öffentlichkeit und staunte, dass sich „so viele Journalisten für mein Wohnzimmer interessieren.“

War immer Seelsorger

Der Sohn eines Maurermeisters und einer Krankenschwester wurde in Köln geboren. Kohlgraf studierte Theologie in Bonn, dort schloss er auch 2000 seine Promotion im Fach Alte Kirchengeschichte ab. Seine Priesterausbildung erhielt er am Erzbischöflichen Priesterseminar in Köln, 1993 wurde Kohlgraf zum Priester geweiht. Parallel zu seiner wissenschaftlichen Laufbahn war Kohlgraf immer als Seelsorger tätig. Seine Habilitation schloss er 2010 in Münster zum Thema „Glaube im Gespräch. Die Suche nach christlicher Identität und Relevanz in der alexandrinischen Vätertheologie“ ab, wurde Privatdozent an der Uni Münster. Zum Wintersemester 2012/2013 wurde Kohlgraf nach Mainz auf die Professur für Pastoraltheologie berufen, seither lehrte er an der Katholischen Hochschule Mainz und lebte im rheinhessischen Partenheim.

Der neue katholische Bischof von Mainz Peter Kohlgraf 50 wird in eine Drei Zimmer Wohnung in dir Bild-Zoom Foto: Kristina Schaefer (imago stock&people)
Viel Beachtung für einen Mann auf dem Sofa: Die Journalisten und Kameraleute zeigten großes Interesse am Domizil des Mainzer Bischofs.

„Es muss noch gemütlicher werden“, sagt Kohlgraf, und guckt sich etwas verloren in dem leeren Zimmer um. Für den neuen Amtsinhaber mussten neue Räume gefunden werden, weil Vorgänger Kardinal Karl Lehmann weiter in der Mainzer Bischofsresidenz wohnen wird – dem 81-Jährigen habe man einen Umzug nicht zumuten wollen.

Das neue Mainzer Bischofshaus in der Domstraße 12 ist vergleichsweise bescheiden, goldene Wasserhähne sucht man vergeblich – mit solchen Extravaganzen machte 2013 der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst Schlagzeilen. Das neue Mainzer Bischofshaus ist modern, aber schlicht: Parkett, helle Wände, ein modernes Bad. Rund 700 000 Euro investierte das Bistum Mainz in eine Grundsanierung des 380-Quadratmeter-Hauses. Die Investition wäre ohnehin nötig gewesen, das Haus stand nach einem Dachstuhlbrand vor zwei Jahren leer, verriet Domdekan Heinz Heckwolf. Ein Viertel der Kosten trug deshalb die Versicherung.

Der neue katholische Bischof von Mainz Peter Kohlgraf 50 wird in eine Drei Zimmer Wohnung in dir Bild-Zoom Foto: Kristina Schaefer (imago stock&people)
Von seiner Wohnung aus blickt Kohlgraf direkt auf den Dom.

Die Privatwohnung liegt im dritten Stock, auf rund 100 Quadratmetern stehen Peter Kohlgraf hier ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, ein Esszimmer, ein Bad, eine kleine Einbauküche sowie ein Gästezimmer samt zweitem Bad und eine kleine Kapelle unter dem Dach zur Verfügung. Die Ausstattung: modern und bescheiden.

Schild mit Loriot-Sketch

In dem Altbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wohnte schon Bischof Albert Stohr nach dem Zweiten Weltkrieg. In der modernen Einbauküche wartet ein Schild mit Loriots Frühstücksei-Sketch auf Aufhängung, ja, er koche auch gerne selbst, verrät Kohlgraf. Er freue sich darauf, wieder „mitten im Getümmel“ zu leben, sagte er.

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Die Mainzer Bischöfe hinterließen jeweils eigene Spuren im Bistum:   Albert Stohr (1935-1961): Der gebürtige Friedberger war

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Als Bischof wolle er sich einmischen, sagte Kohlgraf noch, die Integration werde ein Thema sein, ethische Themen in der Medizin weitere. Und dann spielt er auf seinem Flügel noch „Hänschen klein“ für die Journalisten, verrät, dass er auch Saxophon und Klarinette spielt und gern Fahrrad fährt: „Wenn jemand mit einem schwarzen Fahrrad an Ihnen vorbeifährt, schauen Sie genau hin.“

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