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Tod des Hells Angels-Chefs Aygün Mucuk in Gießen: Spurensuche nach Schüssen auf Rocker-Boss dauert an

Seit einer Woche ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft im Fall des erschossenen Hells Angels-Chefs Aygün Mucuk. Was wissen wir über Tat und Hintergründe - und was nicht?
Der verstorbene Hells Angel Aygün Mucuk. Foto: Boris Roessler/Archiv Der verstorbene Hells Angel Aygün Mucuk. Foto: Boris Roessler/Archiv
Gießen/Wettenberg. 

Nach den tödlichen Schüssen auf den Chef der Gießener Hells Angels wird mit Hochdruck und „in alle Richtungen” ermittelt. Ein Überblick.

Was ist passiert?

Der 45 Jahre alte Aygün Mucuk wird vergangenen Freitag, am 7. Oktober, tot auf dem Gelände des Clubhauses der Rocker in Wettenberg (Kreis Gießen) gefunden. Die Ermittler gehen nach dem Ergebnis der Obduktion und der Befragung von Zeugen davon aus, dass er zwischen 4.00 und 5.00 Uhr morgens erschossen wurde. Zeugen wollen zu dieser Zeit Schüsse und lautes Türknallen gehört haben.

Wie starb Mucuk?

Im Kugelhagel. Der 45-Jährige wurde durch mehrere Schüsse in den Brustkorb getötet. Ihn trafen mindestens 16 Kugeln, wie die Ermittler drei Tage nach der Tat mitteilen. Demnach wurde aus einer Entfernung zwischen zwei und fünf Metern auf den Rocker-Boss geschossen - Mucuk habe seinem oder seinen Widersachern also wahrscheinlich gegenübergestanden. Die Ermittler machen keine Angaben dazu, ob aus einer oder mehreren Waffen gefeuert wurde.

Wer steckt hinter der Tat?

Das ist unklar. Es gibt noch keine Festnahmen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird weiterhin geprüft, ob eine interne Streitigkeit der Hells Angels Hintergrund der Tat ist - ermittelt wird aber auch außerhalb der Rockerszene.

Welche Rolle hatte Mucuk?

Er galt als Führungsfigur der türkisch geprägten Hells Angels aus Mittelhessen. Diese sollen sich mit den alteingesessenen Frankfurter Rockern angelegt haben. Eine Schießerei in Frankfurt vor rund zwei Jahren sehen die Ermittler in diesem Zusammenhang. Mucuk wurde damals schwer verletzt.

Wie geht es weiter?

Die Ermittler werten Zeugenaussagen aus, die gesicherten Spuren sowie ballistische Untersuchungen. Zudem laufen die Zeugenbefragungen weiter, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Es handele sich um „extrem umfangreiche” und zudem schwierige Untersuchungen - gerade in einem Milieu, wo die Kooperationsbereitschaft mit den Ermittlern gering sei.

(dpa)
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