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Stada-Chef warnt Aktionäre vor erneutem Scheitern des Verkaufs

Anleger machen sich Sorgen, was mit Stada nach einem Verkauf an Finanzinvestoren geschieht. Nun reagiert der Chef des Pharmakonzerns - und zeichnet ein düsteres Bild für den Fall, dass auch der zweite Anlauf für die Übernahme scheitert.
ARCHIV - Eine Mitarbeiterin überprüft am 20.06.2016 die Produktion von Kapseln bei der Firma Stada Arzneimittel AG in Bad Vilbel (Hessen). (zu dpa «Stada-Chef warnt Aktionäre: Scheitern der Übernahme wäre gefährlich» vom 08.08.2017) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) ARCHIV - Eine Mitarbeiterin überprüft am 20.06.2016 die Produktion von Kapseln bei der Firma Stada Arzneimittel AG in Bad Vilbel (Hessen). (zu dpa «Stada-Chef warnt Aktionäre: Scheitern der Übernahme wäre gefährlich» vom 08.08.2017) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Bad Vilbel. 

Mitten im Übernahmeringen hat Stada-Chef Engelbert Willink die Aktionäre vor einem erneuten Fehlschlag des angepeilten Unternehmensverkaufs an Finanzinvestoren gewarnt. «Ich halte das Scheitern der Übernahme für die schlechtere Option», schrieb Willink in einem Brief an die Aktionäre, der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag. Stada reagiert damit auf Sorgen gerade von Privatanlegern, die den Konzern eigenständig sehen wollen und sich gegen einen Verkauf an die angelsächsischen Finanzinvestoren Bain und Cinven im zweiten Anlauf stemmen.

Zwar ließe sich der hessische Medikamentenhersteller auch in Unabhängigkeit weiterentwickeln, schrieb Willink. Doch inzwischen gehöre etwa die Hälfte von Stada «kurzfristig orientierten Hedgefonds und aktivistischen Investoren», deren Absichten unbekannt seien. Bei einem erneuten Scheitern der Verkaufs an die Interessenten Bain und Cinven «deutlich kurzfristigere Zukunftsszenarien in den Vordergrund rücken», warnte Willink, etwa «eine mögliche feindliche Übernahme oder eine nachfolgende Zerschlagung des Unternehmens».

Bain und Cinven hätten hingegen als Eigentümer vieler Firmen bereits bewiesen, dass sie «langfristig orientiert» seien, erklärte Willink. Zudem könne Stada mit ihrer Kapitalkraft das Geschäft mit Nachahmermedikamenten und freiverkäuflichen Markenprodukten internationalisieren und sein Medikamentenportfolio stärken.

Stada hatten den Angaben zufolge viele Zuschriften von Aktionären erhalten, die Vorbehalte gegen einen Verkauf haben. Dabei geht es auch um die Angst vor einem Jobabbau, wenngleich Bain und Cinven weitgehende Zusagen für die Arbeitsplätze bei Stada gemacht hatten. Der MDax-Konzern beschäftigt weltweit rund 10 800 Mitarbeiter.

Die mehr als fünf Milliarden schwere Übernahme von Stada durch Bain und Cinven war im Juni zunächst knapp gescheitert, da nicht genug Aktionäre ihre Anteile den Investoren angedient hatten. In der Folge hatte Stada unter anderem Vorstandschef Matthias Wiedenfels abgelöst und durch Willink ersetzt. Er bleibt bis Jahresende im Amt.

Bain und Cinven nehmen nun einen zweiten Anlauf für die Übernahme. Aktionäre müssen sich bis 16. August entscheiden, ob sie ihr verbessertes Angebot annehmen. Die Investoren bieten 66,25 Euro je Stada-Aktie und damit 25 Cent mehr pro Anteil als zuvor. Sie haben die Annahmequote von 67,5 Prozent auf 63 Prozent herabgesetzt.

(dpa)
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