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Stada-Großaktionär erhöht Druck bei Aufsichtsrats-Umbau

Blick auf das Logo des Pharmakonzerns „Stada”. Foto: Frank May/Archiv Blick auf das Logo des Pharmakonzerns „Stada”. Foto: Frank May/Archiv
Bad Vilbel. 

Beim Arzneimittelhersteller Stada erhöhen aktivistische Investoren den Druck auf das Unternehmen. Großaktionär Active Ownership Capital (AOC) will sich mit anderen Aktionären zusammentun und geeignete Kandidaten für die Neubesetzung des Aufsichtsrates aufstellen, wie die Beteiligungsgesellschaft am Freitag mitteilte. Dafür hat AOC einen Aufruf im Aktionärsforum des Bundesanzeigers gestartet. Stada wollte das Vorgehen von AOC nicht kommentieren.

Auf Drängen des Großaktionärs hatte Stada zuletzt in die Erneuerung des Aufsichtsrates eingewilligt, wollte die Kandidaten dafür aber in einem Nominierungsausschuss selbst aussuchen. Die Interessen der Aktionäre würden bei dem Verfahren ignoriert, heißt es bei AOC. Die Gesellschaft hält mehr als 5 Prozent an Stada. Die Wahl der Aufsichtsräte soll bei der Hauptversammlung Ende August erfolgen.

Stada hat derzeit noch eine andere Baustelle: Der langjährige Chef Hartmut Retzlaff zog sich vor einigen Wochen krankheitsbedingt zurück. Die Geschäfte führen aktuell als Vorstandschef Matthias Wiedenfels, der auch vorher bereits in dem Gremium saß, und Finanzvorstand Helmut Kraft.

Die neue Kandidatensuche der Aktionäre übernimmt die Personalberatung Spencer Stuart. Sie vertritt die Interessen einiger großer Anteilseigner. In der kommenden Woche soll es ein Treffen geben, bei dem die Kandidaten aufgestellt werden, hieß es bei AOC. Im Gespräch seien auch Kandidaten, die die Beteiligungsgesellschaft dem Arzneimittelhersteller schon vor einigen Wochen vorgeschlagen hatte. Dazu gehören der frühere Hexal-Manager Klaus-Joachim Krauth, der ehemalige Asklepios-Chef Ulrich Wandschneider sowie Klaus Röhrig, einer der Gründer von Active Ownership.

(dpa)
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