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Stada baut Führung für neue Strategie um

Ein Schild mit dem Firmenlogo steht am Firmensitz von Stada. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv Ein Schild mit dem Firmenlogo steht am Firmensitz von Stada.
Bad Vilbel. 

Beim Pharmakonzern Stada geht das Stühlerücken in der Führungsebene weiter. Miguel Pagan wird neuer Vorstand für Produktion und Entwicklung, wie der Grippostad-Hersteller am Montagabend in Bad Vilbel mitteilte. Pagan kommt ebenso wie der künftige Stada-Chef Peter Goldschmidt vom US-Arzneikonzern Sandoz, wo er die weltweiten technischen Produktionsprozesse verantwortete.

Der bisherige Vorstand für Produktion und Entwicklung, Barthold Piening, räume mit sofortiger Wirkung seinen Posten und verlasse das Unternehmen im Ende Mai.

Grund für den Personalumbau sei die neue Strategie, wonach Stada sich auf Markenprodukte, Nachahmermedikamente und Spezialpharmazeutika konzentriert. Um diese „optimal umzusetzen”, stelle Stada einige Weichen neu, erklärte der scheidende Vorstandschef Claudio Albrecht.

Neben Pagan kommt Steffen Wagner, der ab Juli das Europageschäft leiten wird. Er war zuletzt Geschäftsführer des Biotech-Unternehmens Biogen.

Mit Carsten Cron erhalte Stada ferner einen neuen Chef für Schwellenländer, die der MDax-Konzern besser bearbeiten will. Cron kommt vom US-Pharmariesen Pfizer. Bisher hatte Vorstandschef Albrecht die Aufgaben des Europa- und Schwellenländerchefs mitverantwortet. Ferner löst Robert Knerr im Herbst Wolter Kuizinga ab, der die strategische Geschäftsentwicklung steuert.

Stada hatte in den vergangenen Monaten immer wieder mit Chefwechseln für Ausehen gesorgt. So steht auch Albrecht nur übergangsweise an der Spitze, er wird zum 1. September von Goldschmidt abgelöst. Mit den neuen Managern will Albrecht die Expansion von Stada unter den neuen Eignern Bain und Cinven in die Wege leiten.

Die Finanzinvestoren hatten den Pharmakonzern im vergangenen Sommer für 5,3 Milliarden Euro übernommen. Im Übernahmeringen kam es zu zahlreichen Querelen. Goldschmidt wird bereits der fünfte Stada-Chef in gut zwei Jahren. Albrecht soll nach der Übergabe im Unternehmen bleiben.

(dpa)
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