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Pharmaunternehmen in Hessen: Stada beginnt Übernahmegespräche: Advent ist Interessent

Eine Mitarbeiterin überprüft die Produktion von Kapseln der Firma STADA. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv Eine Mitarbeiterin überprüft die Produktion von Kapseln der Firma STADA. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv
Bad Vilbel. 

Das Bieterrennen um Stada ist eröffnet. Der Arzneimittel habe Übernahmegespräche mit den Finanzinvestoren Cinven und Advent begonnen, teilte Stada am Montag mit. Dies habe der Vorstand einstimmig beschlossen. Der MDax-Konzern aus Hessen sei in „ergebnisoffene Gespräche” eingetreten, in denen „die Interessenten ihre strategischen Konzepte näher erläutern” könnten.

Am Sonntagabend hatte Stada zunächst verkündet, zwei „rechtlich unverbindliche Interessenbekundungen für den Erwerb von bis zu 100 Prozent der Aktien” erhalten zu haben. Darunter sei die Beteiligungsgesellschaft Cinven, die 56 Euro je Aktie biete. Nun nannte Stada mit Advent auch den Namen den zweiten Interessenten.

Die Finanzinvestoren könnten „auf unterschiedliche Weise attraktive Optionen im Unternehmensinteresse bieten”, hieß es weiter. Details zu der Offerte von Advent teilte der Konzern zunächst nicht mit. Der Kurs der Stada-Aktie schoss am Mittag knapp 15 Prozent in die Höhe.

Stada stellt Nachahmermedikamente (Generika) sowie rezeptfreie Markenprodukte her und befindet sich seit längerem im Umbau. 2016 hatte sich das Unternehmen vom langjährigen Chef Hartmut Retzlaff getrennt. Der Großaktionär und Investor AOC hatte zudem im Sommer Aufsichtsratschef Martin Abend zu Fall gebracht und Verbesserungen im Geschäftsmodell verlangt. Zuletzt hatten Abschreibungen beim Geschäftsumbau das Ergebnis belastet.

(dpa)
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