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Stolpersteine für Frankfurter Familie nach Amulettfund

Eine Passantin geht an Stolpersteinen vorbei. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv Eine Passantin geht an Stolpersteinen vorbei.
Frankfurt/Main. 

Fast genau 76 Jahre nach ihrer Deportation ist am Montag in Frankfurt an das Schicksal der jüdischen Familie Cohn mit Stolpersteinen erinnert worden. An der Feier vor dem letzten Wohnhaus der Familie nahmen auch mehr als 30 Angehörige der Familie teil, die zum Teil erst vor wenigen Wochen vom Schicksal der Cohns und der eigenen familiären Verbindung erfahren hatten.

Im vergangenen Jahr hatte ein polnisch-israelisches Archäologenteam bei Ausgrabungen auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers Sobibor einen Anhänger gefunden, der der 1929 in Frankfurt geborenen Karolina Cohn zugeordnet werden konnte. Die Spur der im gleichen Jahr wie Anne Frank geborenen Schülerin verliert sich nach der Deportation am 11. November 1941 im Ghetto von Minsk. „Ohne den Fund des Amuletts hätte die Nachwelt nichts vom Leben, Leiden und Tod von Karolina Cohn erfahren”, sagte Ruediger Mahlo, der Repräsentant der Claims Conference.

„Wenn wir vergessen, kann es wieder geschehen”, betonte Greg Schneider von der Claims Conference die die archäologischen Grabungen auf dem Gelände von Sobibor unterstützt. Angesichts der täglich geringer werdenden Zahl von Zeitzeugen sei das Erinnern an Karolina Cohn, ihre jüngere Schwester Gitta und ihre Eltern Else und Richard deshalb so wichtig. „Die Opfer der Schoah, die Überlebenden wie die Toten, haben ein Recht darauf, dass die Welt ihre Namen kennt und erfährt, was ihnen widerfahren ist.”

(dpa)
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