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Verdi: Streik in Hessen: Was Sie jetzt wissen müssen

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft in dieser Woche erneut zu Streiks im öffentlichen Dienst auf. In Frankfurt wird schwerpunktmäßig noch am Freitag gestreikt.
Foto: Patrick Seeger (dpa)
Frankfurt. 
VGF, Fraport, FES Live: Verdi-Streiks in Frankfurt

Verdi ruft zur Streikwoche im öffentlichen Dienst auf. Am Dienstag, 10. April, sollen der Frankfurter Flughafen und der Energieversorger Mainova bestreikt werden. Wir haben alle Infos im Liveticker.

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft erneut zu Streiks im öffentlichen Dienst auf. Bereits seit Dienstag werden in verschiedenen hessischen Regionen unter anderem Stadtwerke, Bauhöfe, Krankenhäuser, Kitas und kommunale Nahverkehrsunternehmen bestreikt. Die Stadt Frankfurt ist von den Streiks voraussichtlich am Dienstag und am Freitag betroffen. 

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Warum wird gestreikt?

Die Warnstreiks erfolgen vor der dritten - und mutmaßlich entscheidenden - Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten des Bundes und der Kommunen. Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Außerdem sollen Ausbildungsvergütungen und Praktikumsentgelte angehoben werden. "Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske in Berlin. Diese "Blockadehaltung" müsse aufgegeben werden.

Wie und wie lange wird gestreikt?

Seit Dienstag wird jeden Tag eine andere Region in Hessen schwerpunktmäßig bestreikt. Folgenden Streik-Plan hatte Verdi vorab veröffentlicht:

Die Warnstreikwoche begann am Dienstag mit einem ganztägigen Warnstreik am Frankfurter Flughafen. Gleichzeitig ist in Nordhessen der gesamte öffentliche Dienst zum Streik aufgerufen. Außerdem streiken in Frankfurt die Beschäftigten des Energieversorgers Mainova.

Am Mittwoch werden das Gesundheitswesen in Wiesbaden und Südhessen und der öffentliche Personennahverkehr in Wiesbaden bestreikt. Aufgerufen sind auch Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Krankenhäuser, psychiatrischen Kliniken und Sozialdienste in Idstein, Hadamar, Limburg, Weilmünster,  Weilburg und im Rheingau.

In Rüsselsheim steiken am Mittwoch die Kitas.

Am Donnerstag soll der gesamte öffentliche Dienst in Mittelhessen bestreikt werden.

Am Freitag sollen die Energieversorger in Osthessen und im Main-Kinzig-Kreis sowie der öffentliche Dienst in Frankfurt, im Maintaunuskreis, im Hochtaunuskreis und im Wetteraukreis bestreikt werden. Betroffen sind laut Verdi: Frankfurter Stadtentwässerung, Frankfurter Entsorgungsbetriebe, Verkehrsgesellschaft Frankfurt VGF, städtische Bühnen, Klinikum Höchst, Stadtverwaltung Frankfurt, Praunheimer Werkstätten, Verein Arbeits- und Erziehungshilfe, AWO-Bezirksverband Hessen-Süd, orthopädische Klink Friedrichsheim, Heilig Geist-Klinik sowie weitere Kliniken in öffentlicher Hand.

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In Offenbach streiken die Stadtverwaltung, die Kreisverwaltung, MainArbeit und auch die Kitas des Eigenbetriebs Kindertagesstätten EKO.

 

 

Die nächste Tarifrunde ist für den 15. und 16. April in Potsdam angesetzt.

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Verdi ruft zur Streikwoche im öffentlichen Dienst auf. Am Dienstag, 10. April, sollen der Frankfurter Flughafen und der Energieversorger Mainova bestreikt werden. Wir haben alle Infos im Liveticker.

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Welche Betriebe in Frankfurt werden bestreikt?

Flughafen-Betreiber Fraport wurde am Dienstag bestreikt.

Auch der Frankfurter Energieversorger Mainova wurde am Dienstag bestreikt. "Wir gehen davon aus, dass den Kunden keine Einschränkungen treffen", sagte Pressesprecherin Ulrike Schulz auf Nachfrage. "Die Versorgung ist jederzeit gewährleistet." Auch Kundenservice und Kundendienst sollten ganztägig bereitstehen. Wie viele Beschäftigte der Mainova zum Streik aufgerufen waren, ist unklar. Insgesamt versorgt die Mainova 700.000 Haushalte mit Strom.

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) wird am Freitag bestreikt. Das Unternehmen bittet Passagiere, sich laufend über die aktuelle Situation zu informieren und will Streik-Infos unter www.rmv-frankfurt.de sowie telefonisch unter 069 24 24 80 24 bereitstellen.

Die Frankfurter Entsorgungsbetriebe (FES) werden laut Verdi am Freitag bestreikt. "Vorab können wir nur wenig sagen", erklärt FES-Sprecher Stefan Röttele auf Nachfrage. "Wir gehen aber davon aus, dass die Streiks uns diesmal stärker betreffen werden. Vor zwei Wochen - am 28. März - waren wir nur leicht betroffen. Aber diesmal kommt der Streik-Aufruf deutlich früher. Das lässt einen höheren Organisationsgrad und eine stärkere Mobilisierung vermuten." Einen Streiktag könnten die FES verkraften, erklärt der Pressesprecher: "Ausgefallene Touren kann man entweder während der regulären Touren nachholen oder man fügt einen kompletten Nachhol-Tag ein - in der Regel klappt das ganz gut."

Streiks in der Region:

Im Hochtaununskreis, Maintaunuskreis und Wetteraukreis sind für Freitag alle kommunalen Dienststellen zum Streiken aufgerufen. Verdi-Gewerkschaftssekretär Gerhard Smentek rechnet mit einer sehr großen Beteiligung. Welche Einrichtungen im Einzelnen betroffen sein werden, kann er noch nicht genau sagen. Er erwartet jedoch „mehr Teilnehmer als gedacht“. Nach seiner Prognose werden die Streikenden zu 80 Prozent aus Mitarbeiter von Kindertagesstätten bestehen. Eine größere Beteiligung sei bereits aus den Städten Bad Nauheim, Butzbach, Bad Homburg, Bad Vilbel, Altenstadt, Hattersheim und Hofheim angekündigt worden, so Smentek. 

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Mit Material von dpa

 

 

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