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Schuss in den Oberschenkel: Streit um Kurdenkonflikt: Prozess wegen Mordversuchs

Wegen versuchten Mordes muss sich seit Freitag ein 41 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.
Ein Blick auf das Gebäude vom Landgericht in Frankfurt am Main. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv Ein Blick auf das Gebäude vom Landgericht in Frankfurt am Main. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv
Frankfurt. 

Der Türke hatte im Februar dieses Jahres laut Anklage einem kurdischstämmigen Landsmann in den Oberschenkel geschossen und ihn dabei erheblich verletzt. Ein zweiter Schuss streifte demnach das Bein des 36 Jahre alten Opfers. Unmittelbar vor den Schüssen soll der mutmaßliche Täter gerufen haben: „Ich hasse Kurden”.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gab es bereits vor der Tat zwischen den Männern eine Auseinandersetzung in einem Café über den Kurdenkonflikt. Der Angeklagte lockte den Kontrahenten daraufhin in einen Hinterhof in Frankfurt-Bockenheim, wo man gemeinsam noch eine Zigarette rauchen wollte. Statt der Zigaretten holte der Mann jedoch einen Revolver aus seiner Wohnung.

Während der Angeklagte von einem „Denkzettel” ohne Tötungsabsicht sprach, erklärte das Opfer, der 41-Jährige habe ihn töten wollen. Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal der Heimtücke, weil der Angeklagte in dunklen Hof ohne Vorwarnung geschossen und nur durch Zufall keine lebenswichtigen Organe getroffen habe. Der Angeklagte beteuerte, dem Opfer gezielt in die Beine geschossen zu haben.

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