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„Ball des Sports“ in Wiesbaden: Tanz mit dem Olympiasieger

Von Die Zukunft des Gala-Events in der Landeshauptstadt ist bis 2021 gesichert. Der Umzug in die neuen Rhein-Main-Hallen ist für 2018 geplant.
Ball des Sports PK Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Bei der Pressekonferenz zum „Ball des Sports“ mit Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich (v.l.n.r.), Dr. Michael IIgner, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Sporthilfe, und Henkell-Pressechef Jan Rock war auch Fabian Hambüchen im Hintergrund zu sehen, der auf dem Ball auftreten soll.
Wiesbaden. 

Lange Zeit galt der „Ball des Sports“ als eine Veranstaltung, die einer Elite vorbehalten war: auf der einen Seite den erfolgreichen Athleten, für deren Förderung die Stiftung Deutsche Sporthilfe das Benefiz-Event in diesem Jahr am 4. Februar zum 47. Mal organisiert. Auf der anderen denjenigen, die mit ihrer Wirtschaftskraft die Arbeit der vor 50 Jahren gegründeten Initiative ermöglichen.

Dazwischen flaniert noch der eine oder andere bekannte Name aus der Politik oder dem Showbusiness alljährlich über den roten Teppich. Doch die Einwohner der jeweils ausrichtenden Stadt – Frankfurt, Mainz oder seit 2007 wieder Wiesbaden – waren bei der Gala eher außen vor.

1200-Euro-Karten

Seit einigen Jahren bemühen sich die Organisatoren, den Bürgern das Gefühl der Teilnahme zu vermitteln. So gibt es im Vorfeld eine zunehmende Zahl an Veranstaltungen, bei denen etwa Schüler gemeinsam mit Spitzensportlern trainieren, oder am Vorabend des Balls in diesem Jahr zum zweiten Mal die „Sektnacht Spezial“, bei der für 50 Euro jeder in der Kellerei Henkell & Co mit prominenten Überraschungsgästen anstoßen und zu Live-Musik tanzen kann.

Auch das Kartenkontingent wurde um etwa 100 aufgestockt, um einigen, bei Preisen ab 1200 Euro inklusive einer Spende allerdings nur gut betuchten Interessenten die Möglichkeit zu geben, mit Olympiasiegern und Weltmeistern die Nacht zu verbringen.

„Die Akzeptanz des Balls in der Stadt ist gewachsen“, hat Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich entsprechend festgestellt. Das war auch nötig, wie die Diskussionen im vergangenen Jahr im Stadtparlament zeigten. Dabei war das Engagement Wiesbadens, das das Event bei jeder Auflage mit etwa 487 000 Euro bezuschusst, von mehreren Parteien infrage gestellt worden.

Am Ende einigte man sich darauf, die Partnerschaft bis 2021 mit einer Option auf weitere vier Jahre zu verlängern. Die zuvor vorschnell verkündete gegenseitige Treue über ein Jahrzehnt hinweg ist damit noch nicht gesichert. Zudem sollen Sponsoren einen großen Teil der Förderung übernehmen.

1700 Gäste

Gerich betonte gestern auf einer Pressekonferenz, dass allein der Werbeeffekt der Veranstaltung Maßnahmen in Höhe von zwei Millionen Euro entspreche. Zudem hatte eine Studie eine ökonomische Wertschöpfung in Höhe von 4,1 Millionen Euro nachgewiesen.

Entsprechend optimistisch schauen die Veranstalter in die Zukunft, die nach drei Auflagen im Kurhaus im nächsten Jahr die Rückkehr in die dann als Congress-Center firmierenden Rhein-Main-Hallen bringen soll.

„Stand jetzt befinden wir uns im Zeitplan und halten auch das Budget ein“, erklärte der Oberbürgermeister zum Bau der Halle. Sollte das so bleiben, „werden wir den Neubau Anfang 2018 übernehmen“ und dann wohl mit dem 48. Ball des Sports eröffnen. Die Zahl der Gäste, die sich auf etwa 1700 beläuft, könnte noch einmal erhöht werden.

Die bevorstehende Auflage des Balls steht, wie überhaupt das Jubiläum der Sporthilfe, unter dem Motto „50 Jahre Zukunft“ und wird begleitet von einem neuen Konzept, das die Förderung der Bewegungstalente weiter optimieren soll. Bislang wurden seit Gründung der Organisation mit mehr als 400 Millionen Euro 50 000 Athleten unterstützt, die dies unter anderem mit 585 Goldmedaillen bei Olympischen und Paralympischen Spielen zurückzahlten. Eine davon gewann der Wetzlarer Kunstturner Fabian Hambüchen, der nach 2007 erneut eine Kostprobe seines Könnens am Ballabend abgeben soll. Dafür wird das Reck, an dem er im Sommer in Rio triumphierte, aufgebaut – sofern es bis dahin in Deutschland angekommen ist. „Wir gehen davon aus“, sagte Sporthilfe-Pressesprecher Jörg Hahn. „Es ist auf dem Weg.“

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