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Harte Tarifverhandlungen erwartet: Tarifrunde: Bahn und Lokführer-Gewerkschaft verhandeln ab Freitag

Deutsche Bahn und Lokführer-Gewerkschaft GDL verhandeln wieder: Ab kommenden Freitag finden die Tarifgespräche in Fulda statt. Die GDL fordert vier Prozent mehr Lohn. Harte Tarifverhandlungen werden erwartet.
Symbolfoto: dpa Symbolfoto: dpa
Fulda.  Bahnfahrern in Deutschland dürfte die vergangene Tarifrunde bei der Deutschen Bahn AG noch in äußerst unangenehmer Erinnerung sein. Mit insgesamt neun, stets weiter eskalierenden Streikwellen hatten die Lokführer 2014/2015 den Zugverkehr lahmgelegt, bevor dann nach fünfwöchigen Schlichtungsgesprächen Anfang Juli vergangenen Jahres endlich eine Einigung gefunden wurde.

Der entsprechende Tarifvertrag und damit auch die Friedenspflicht laufen nun Ende des Monats aus. Neue Verhandlungen stehen an. Wie die Bahn AG gestern gegenüber dieser Zeitung bestätigte, wird das Management des Staatskonzerns am 10.Oktober die Gespräche mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Berlin beginnen.

Eine Woche später sollen die Verhandlungen mit der insgesamt größeren, aber friedfertigen Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) beginnen. Wie die EVG gestern mitteilte wird sie am kommenden Freitag in Fulda eine Tarifforderung beschließen, „die aufmerken lässt und zu überzeugen weiß“. Auch die GDL will ihre offizielle Forderung bis Ende des Monats bekanntgeben.

GDL-Chef Klaus Weselsky hatte allerdings schon Ende August angekündigt, dass seine Gewerkschaft vier Prozent mehr Lohn und Gehalt fordern wolle sowie eine Neuregelung der Schichtarbeit. Zwar werden wieder harte Verhandlungen erwartet. Aber mit Streiks ist zunächst nicht zu rechnen. Denn Bahn und GDL hatten sich im vergangenen Jahr auf ein neues Schlichtungsverfahren geeinigt.

Demnach kann eine Schlichtung von nur einer Seite einberufen werden, wenn die Verhandlungen gescheitert sind oder Arbeitsniederlegungen angekündigt werden. Bisher mussten beide Seiten einverstanden sein.
pan
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