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Ausbau des Frankfurter Flughafens: Terminal 3 wird schon wieder geprüft

Von Gestützt auf drei neue Expertisen fordert Verkehrsminister Tarek Al-Wazir Fraport auf, den Bau von Terminal 3 zu überdenken.Dabei argumentiert er rein ökonomisch.
Fraport sichert eine erneute Bewertung zu. Foto: Fraport AG Fraport sichert eine erneute Bewertung zu.
Frankfurt. 

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat den Flughafenbetreiber Fraport aufgefordert, den Bedarf für den Bau des geplanten dritten Terminals nochmals zu überprüfen. Zwar genügten dessen Prognosen über die künftige Passagierentwicklung am Frankfurter Flughafen üblichen wissenschaftlichen Standards, allerdings gingen die Erhebungen nach Ansicht der von Al-Wazir beauftragten Gutachter von zu optimistischen Erwartungen über die künftige wirtschaftliche Entwicklung aus. Mit Hilfe dreier Expertisen wollte Al-Wazir die Fraport-Zahlen prüfen.

Frühere Luftverkehrsgutachten hätten häufig Passagier- und Flugentwicklungen vorausgesagt, die dann so nicht eingetreten seien. Deshalb sei das Land als größter Anteilseigner der Fraport AG (31 Prozent) daran interessiert, das Unternehmen vor einer Fehlinvestition zu bewahren.

Christoph Barkewitz, Redakteur der FNP, aufgenommen am Dienstag (15.04.2014) in den Redaktionsr?umen der FNP. Foto: Salome Roessler
Al-Wazir auf dem Boden der Tatsachen

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat dem Bau des dritten Terminals am Frankfurter Flughafen nichts mehr entgegenzusetzen.

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Fraport hatte im vorigen September die Prognosen zweier Institute vorgelegt, nach denen bis zum Jahr 2021 ein Passagieraufkommen von 68 bis 73 Millionen in Frankfurt zu erwarten sei (2014: 60 Millionen). Damit sieht das Unternehmen den Bedarf für ein drittes Terminal bewiesen, mit dem bis zu 25 Millionen zusätzliche Passagiere abgefertigt werden können – in einem ersten knapp drei Milliarden Euro teuren Bauabschnitt zunächst 14 Millionen. Der Flughafenbetreiber hat verkündet, im Sommer mit den Arbeiten beginnen zu wollen; Baurecht und Baugenehmigung liegen vor.

Da Al-Wazir fürchtet, Fraport könne viel Geld in den Sand setzen, sollten die Passagierzahlen geringer ausfallen als vorhergesagt, schlägt er zwei Alternativen vor, mit denen das Unternehmen zunächst auf den Mehrbedarf reagieren könnte. Dazu sollen am Terminal 1 an der Nordseite von Flugsteig A-Plus acht neue Flugzeugstellplätze geschaffen werden, außerdem vier Parkpositionen für Großraumflugzeuge am entsprechend umzubauenden Flugsteig C. Dies koste Fraport 860 Millionen Euro gegenüber 2,7 Milliarden Euro allein für den ersten Bauabschnitt von Terminal 3.

 

Günstigste Alternative

Allerdings brächte dies nur Abfertigungsmöglichkeiten für drei Millionen zusätzliche Passagiere, sagte Al-Wazir. Sollten die vorhergesagten 14 Millionen jedoch tatsächlich kommen, sei Terminal 3 die günstigste Alternative, räumte er ein. Die Entscheidung bleibe letztlich eine unternehmerische Entscheidung, so der Minister. Er erklärte jedoch, Fraport sei „gut beraten“, die Alternativen angesichts der hohen Investitionssumme noch einmal gründlich zu prüfen.

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