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Konzept für Weihnachtsmärkte: Terrorgefahr: Betonpoller schützen Stände

Aus Angst vor Terror-Anschlägen verschärfen mehrere Städte in Hessen in diesem Jahr die Sicherheitsvorkehrungen auf ihren Weihnachtsmärkten. Vor allem Betonpoller, Lastwagensperren und Polizeistreifen sollen für zusätzlichen Schutz sorgen.
Umfrage Weihnachtsmärkte - Frankfurt Foto: Arne Dedert (dpa) Schon 2016 waren auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt viele Polizisten unterwegs.
Frankfurt. 

Aus Angst vor Terror-Anschlägen verschärfen mehrere Städte in Hessen in diesem Jahr die Sicherheitsvorkehrungen auf ihren Weihnachtsmärkten. Vor allem Betonpoller, Lastwagensperren und Polizeistreifen sollen für zusätzlichen Schutz sorgen.

Frankfurt: Hessens größter Weihnachtsmarkt wird erstmals mit Betonsperren geschützt. An zwei großen Zufahrtswegen sollen an den Tagen vor der Eröffnung am 27. November massive Beton-Elemente aufgebaut werden: am Mainkai nahe des Eisernen Stegs und an beiden Zufahrtsstraßen zur Hauptwache. An kleineren Straßen in der Innenstadt werden weniger massive Sperren aufgebaut – etwa Schranken. Zudem werden noch mehr Sicherheitskräfte eingesetzt als in den Vorjahren, wie der Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH, Thomas Feda, sagte. Der Weihnachtsmarkt zieht sich durch die gesamte Innenstadt und ist daher schwerer zu schützen als ein abgegrenzter Platz. „Wir können nicht die komplette Innenstadt vier Wochen lang lahmlegen“, sagte Feda. „Aber wir versuchen, die Risiken zu minimieren“. Die Polizei plant eine „intensive Bestreifung“ und eine Videoüberwachung.

Fulda: Die Zufahrtsbereiche werden mit massiven Barrieren eingeschränkt, wie die städtische Pressestelle berichtete. Zudem werde es verstärkt gemeinsame Streifen von Ordnungsamt und Polizei geben. Zusätzlich sei ein privater Sicherheitsdienst im Einsatz. „Im vergangenen Jahr wurden die Sicherheitsmaßnahmen nach dem Anschlag in Berlin hochgefahren. Dieser erhöhte Sicherheitsstandard gilt in diesem Jahr von Anfang an“, sagte ein Sprecher der Stadt.

Rüdesheim: Zum Weihnachtsmarkt der Nationen werden die drei Zufahrtsstraßen mit Lkw-Sperren gesichert. Rund 30 Buden, die an einer etwa 200 Meter langen Straße stehen, werden an ihrer Rückseite mit einer Betonleitwand geschützt. Große Aufregung herrscht nach Angaben des privaten Veranstalters jedoch nicht. „Das ist schon ein Stück Routine“, sagte ein Sprecher. Die Kosten für den zusätzlichen Schutz bezifferte er mit mehreren Zehntausend Euro.

 Darmstadt: Die Polizei rechnet damit, dass sie mit hohen Einsatzstärke vor Ort sein dürfte. „Es ist wieder mit einer verstärkten Polizeipräsenz zu rechnen“, sagte ein Sprecher der Stadt.

Gießen: „Es dürften mindestens genau soviel, aber eher mehr zivile und uniformierte Beamte“ im Einsatz sein als im Vorjahr, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen. Zudem empfiehlt die Behörde, Betonpoller aufzustellen.

Kassel: Die Stadt machte noch keine Angaben zu den Sicherheitsvorkehrungen.

Wiesbaden: Details zum Sicherheitskonzept nannte auch Hessens Landeshauptstadt nicht. Die Planungen befänden sich noch in der Endabstimmung, hieß es.

Mainz: In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt gelten die im vergangenen Jahr getroffenen Vorkehrungen auch in dieser Saison: So wurden damals in der Innenstadt Zufahrtsperren oder Verengungen eingerichtet.

(lhe,lrs)
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