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Wetter: Tornadorisiko in Hessen gestiegen

In der vergangenen Nacht zogen bereits heftige Unwetter über Hessen. Vor allem heute und morgen könnten weitere Unwetter folgen. Deutschlandweit ist auch die Tornadogefahr gestiegen. Ob und wo die Wetterphänomene auftreten, lässt sich nur sehr kurzfristig vorhersagen.
Foto: dpa

Nach der Hitze kommt der Sturm - oder zumindest ein paar ordentliche Gewitter. Vergangene Nacht hat es vor allem in Mittelhessen Starkregen und Überflutungen gegeben.Für heute und morgen rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit Unwettern, die lokal auch ziemlich heftig ausfallen können. Andreas Friedrich, Tornadobeauftragter des DWD, studiert aktuell besonders aufmerksam die Wettermodelle. Bei der aufgeladenen Wetterkonstellation könne der ein oder andere Tornado nicht ausgeschlossen werden, so Friedrich. Das Risiko sei Deutschlandweit relativ hoch. 

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Ein Tornado ist ein in der Regel kurzes, aber mitunter heftiges Wetterphänomen. Andreas Friedrich, Tornadoexperte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erklärt, wie man sich bei einem Tornado richtig verhält.

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Genaue Vorhersagen sind schwierig

"Vor allem morgen Nachmittag und Abend ist die Unwettergefahr hoch", sagt Friedrich - auch hier in Hessen. Verbindlichere Aussagen könne man zu diesem Zeitpunkt noch nicht tätigen, sagt der Wetterexperte. Weder lasse sich das Wetterphänomen auf den Wettersatelliten erkennen, noch können man dessen auftreten mit Wettermodellen exakt voraussagen.

Denn die sogenannten Windhosen entstehen lokal und verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind. In der Regel dauert ein Tornado nur wenigen Minuten. Auch das Wo lasse sich schwer sagen. "Grundsätzlich kann ein Tornado unabhängig von geografischen Lagen auftreten", sagt Friedrich.

Was ist ein Tornado?

Entscheidend für die Entstehung ist die Wettersituation. Unter einer großen Gewitterwolke steigt Warmluft spiralförmig nach oben. Dabei werden die Drehbewegungen immer schneller. Schließlich wird an der Unterseite der Wolke durch Wasserdampf eine Art Schlauch sichtbar, der zur Erde führt.

ARCHIV -  Die am frühen Abend des 05.05.2015 entstandene Aufnahme zeigt eine Windhose über einem Waldstück ca 15 Kilometer von Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) entfernt. Am 5. Mai 2015 war ein Tornado durch Bützow gezogen und hatte in zehn Minuten in der Altstadt schwere Verwüstungen hinterlassen. (ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung mit Urhebernennung: Foto: Hein-Godehart Petschulat/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
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Durch diesen Sog zieht die Windhose alles in die Höhe, was ihr in den Weg kommt. Man teilt Tornados je nach Windgeschwindigkeit in verschiedene Klassen ein. Dazu verwendet man die sogenannte Fujita-Skala. Doch direkte Messungen sind schwierig, so dass man die Stärke eines Tornados meist nach denen von ihm angerichteten Schäden abschätzt. Die Skala reicht von F0 bis zu F6. F0 ist dabei die schwächste Klasse. In der Realität wurde bislang noch kein F6-Tornado beobachtet.

Auch in Deutschland können Tornados stark sein

Es ist übrigens ein Irrglaube, dass in Deutschland per se nur schwächere Tornados auftreten, als zum Beispiel im Tornado-Geplagten Mittleren Westen der USA. "Die können genauso stark sein wie in den USA", sagt Friedrich, "aber Tornados sind hier in Deutschland viel seltener."

Wie häufig Tornados tatsächlich auftreten, lässt sich schwer sagen. "Wir sind auf Augenzeugenberichte angewiesen", sagt Friedrich.  Wer das Wetterphänomen beobachtet, kann den Wetterdienst über Ort und Zeit informieren.

ror

 

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