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Zweiter Vogelgrippefall in Hessen: Tote Kanadagans aus Frankfurt positiv getestet

Erst Nordhessen, nun auch das Rhein-Main-Gebiet: Bei einem weiteren toten Wildvogel ist der Vogelgrippe-Erreger nachgewiesen worden. Neben der hessenweiten Stallpflicht für Geflügel gelten in Risikogebieten auch Auflagen für Katzen- und Hundehalter.
Kanadagans (Symbolbild) Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Kanadagans (Symbolbild)
In Hessen ist ein zweiter Fall des gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen worden. Nach Angaben des hessischen Umweltministeriums vom Mittwoch handelt es sich um eine Kanadagans, die am Wochenende tot in Frankfurt gefunden worden war. Das Friedrich-Löffler-Institut habe einen entsprechenden Befund des Hessischen Landeslabors in Gießen bestätigt.

Zuvor war bei einer Wildente im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg erstmals im Land das Virus festgestellt worden. Seit Montag gilt landesweit eine Stallpflicht für Geflügel, um eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern. Landesweit sind dem Ministerium zufolge mehr als 20 000 Geflügelhalter mit einem Bestand von insgesamt rund 3,5 Millionen Tieren gemeldet.

In Frankfurt wurde der tote Wildvogel im Stadtteil Sossenheim entdeckt. «Der Fundort befindet sich in einem Wohngebiet ohne größere Wasserflächen, so dass nicht mit Zugvögeln zu rechnen ist», berichtete das Ministerium. In unmittelbarer Nähe befänden sich zwei kleinere Betriebe, die auch Geflügel halten. Die Tiere seien untersucht worden, einem ersten Test zufolge haben sie sich nicht angesteckt. In zwei Wochen soll sie erneut untersucht werden. Weitere Maßnahmen seien nicht erforderlich.

Das Umweltministerium hatte dazu aufgefordert, tote Wildvögel schnell dem örtlichen Veterinäramt zu melden, damit Experten sie einsammeln können. Menschen und Hunde sollten die toten Vögel nicht berühren. Nach bisherigem Kenntnisstand hat sich noch kein Mensch mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert. Eine Übertragung über Lebensmittel gilt dem Ministerium zufolge als sehr unwahrscheinlich.

In Hessen besteht zudem eine Leinenpflicht für Hunde und ein Auslaufverbot für Katzen in speziellen Risikozonen vor allem entlang der großen Flüsse und Seen. Der Grund dafür ist, dass sie den Erreger verbreiten, wenn Kot infizierter Vögel an Pfoten und Fell haftet oder sie sich an toten Vögeln zu schaffen machen. Es gibt bislang keinen Nachweis, dass Hunden und Katzen an den H5N8-Viren erkranken.


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clearing

(lhe)
 
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