E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 24°C

Traumatisierte Flüchtlinge: Erste psychosoziale Anlaufstelle

Darmstadt/Wiesbaden. 

In Darmstadt geht die erste von vier neuen Anlaufstellen für traumatisierte Flüchtlinge in Hessen an den Start. Das Psychosoziale Zentrum für Geflüchtete Südhessen (PZGS) stellt sich heute vor. Träger sind der Caritasverband und das Deutsche Rote Kreuz. Die anderen drei psychosozialen Beratungsstellen sind in Frankfurt, Kassel und Gießen geplant und sollen bald folgen, wie ein Sprecher des Sozialministeriums in Wiesbaden sagte.

In der Einrichtung werden schwer traumatisierte Menschen sozialpädagogisch und psychotherapeutisch begleitet. Rund 70 bis 80 Prozent der Flüchtlinge seien stark traumatisiert, heißt es beim neuen Zentrum in Darmstadt. Sie müssten frühzeitig psychosozial versorgt werden, um Langzeitfolgen abzumildern.

Die Einrichtungen fußen auf Erfahrungen eines Darmstädter Pilotprojekts „Step-by-Step” aus der Flüchtlingsunterkunft „Michaelisdorf”. Das Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt und die Frankfurter Familienforscherin Sabine Andresen hatten das Projekt wissenschaftlich begleitet.

Es bestehe die Gefahr, dass „Schatten des Traumas” auch die zweite und dritte Generation der Zuwanderer erfassten, hatte Marianne Leuzinger-Bohleber vom Freud-Institut gesagt. Bei rund einem Drittel der Kinder traumatisierter Eltern zeigten sich beispielsweise Bindungsschwierigkeiten.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen