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Trendwende bei K+S geht Aktionären zu langsam voran

Männer mit Helmen stehen in einem Kaliwerk vor einem Sprenglochbohrwagen. Foto: Uwe Zucchi/Archiv Männer mit Helmen stehen in einem Kaliwerk vor einem Sprenglochbohrwagen.
Kassel. 

Die Arbeit des neuen K+S-Chefs Burkhard Lohr stößt bei Aktionären des Kasseler Dünger- und Salzproduzenten auf ein geteiltes Urteil. Die Geschäftszahlen seien zwar besser geworden, das ist „aber immer noch zu wenig”, sagte Florian Honselmann von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger am Dienstag auf der Hauptversammlung von K+S. Lohr führt seit Mai 2017 den MDAX-Konzern und hatte dem Unternehmen eine neue Strategie verordnet. Diese sieht Wachstumsziele bis 2030 vor. Einigen Aktionärsvertretern geht das zu langsam. „Wie können wir messen, ob wir auf dem richtigen Weg sind?”, fragte Marc Thüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Man vertraue Lohr aber.

Dem Kasseler Konzern war nach einer Krise 2016 im vergangenen Jahr langsam die Wende gelungen. Der Umsatz stieg von 3,5 auf 3,6 Milliarden Euro. Der Gewinn kletterte von 131 auf 145 Millionen Euro. Für die Aktionäre soll es 35 Cent Dividende geben. Die Entsorgung von Salzrückständen der Produktion wird trotz Erfolgen Lohrs, die er durch Vergleiche erzielt, ein Problem von K+S bleiben: Bei der Hauptversammlung gab es erneut Proteste von Umweltschützern und Bürgerinitiativen. Sie kritisieren, dass K+S weiter Salzabfälle in Flüssen entsorgt und Salzhalden aufstocken will. Die Produktion von K+S hängt maßgeblich von den Entsorgungsmöglichkeiten ab.

(dpa)
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