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Trockenheit dauert an: Probleme bei Aussaat

Frankfurt/Main. 

Auch nach monatelanger Trockenheit ist in Hessen kein ausgiebiger Regen in Sicht, um das Defizit auszugleichen. „Es fehlt die Regenmenge von ein bis zwei Monaten”, sagte Hans Helmut Schmitt vom Deutschen Wetterdienst (DWD) der Deutschen Presse-Agentur. Zwar habe es zwischenzeitlich einige Regenfälle gegeben, doch die grundlegende Situation sei noch immer angespannt. „Wir hatten wenige Jahre, die so heiß und trocken zugleich waren”, sagte der Agrarmeteorologe. Schmitt führt die aktuelle Situation auf den Klimawandel zurück. Eine Auswertung für Geisenheim im Rheingau zeige, dass es zwischen April und Oktober dort etwa drei Grad zu warm gewesen sei. „Das bricht alle Rekorde”, sagte Schmitt.

Problematisch bleibt die Situation für die Landwirte. Bei der Kartoffelernte gebe es teilweise Einbußen von 50 Prozent, auch die Zuckerrübenbauern erlebten ein Katastrophenjahr, sagte Bernd Weber vom Landesbauernverband: „Wenn es kein Wasser gibt, gibt es kein Wachstum.” Auch Viehfutter sei knapp, weshalb die Bauernhöfe auf teure Zukäufe angewiesen seien. Da Feuchtigkeit fehle, sei Winterraps vielerorts noch gar nicht ausgesät worden. „In dem Ausmaß hatten wir das noch nicht”, sagte Weber. In Südhessen hätten einige Bauern begonnen, ihre Weizenfelder zu beregnen, damit die Pflanzen überhaupt keimen könnten.

(dpa)
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