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Trotz Kritik: Börsen-Aufsichtsratschef Faber wiedergewählt

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Börse, Joachim Faber. Foto: Arne Dedert/Archiv Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Börse, Joachim Faber.
Frankfurt/Main. 

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Börse, Joachim Faber, kann trotz viel Kritik von Aktionären seine dritte Amtszeit antreten. Die Anteilseigner wählten den 68-Jährigen bei der Hauptversammlung am Mittwoch in Frankfurt mit mehr als 95 Prozent Zustimmung erneut in das Kontrollgremium des Dax-Konzerns.

Faber hatte zuvor angekündigt, im Laufe der neuen Wahlperiode einen Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates vorzubereiten. Er werde nicht darauf dringen, „die gesamte Wahlperiode durchzustehen”. Die Aktionäre stimmten auch einer Erweiterung des Aufsichtsrates von 12 auf 16 Mitglieder zu.

Faber führt den Aufsichtsrat der Deutschen Börse seit Mitte 2012. Das Krisenjahr 2017 hatte ihn in die Kritik geraten lassen: Im Frühjahr scheiterte der angestrebte Zusammenschluss mit der Londoner Börse LSE. Zudem brachte der Aufsichtsrat unter Fabers Vorsitz ein für den inzwischen zurückgetretenen Konzernchef Carsten Kengeter maßgeschneidertes Vergütungsprogramm auf den Weg, das bis heute die Staatsanwaltschaft Frankfurt beschäftigt.

(dpa)
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