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Verleihung in Wiesbaden: Turner Hambüchen und Dressurreiterin Schneider werden "Sportler des Jahres"

Von Die 15. Auflage der Olympischen Ballnacht des Landessportbundes Hessen stand ganz im Zeichen der Spiele von Rio. Turner Fabian Hambüchen, Dressurreiterin Dorothee Schneider und die Frankfurterinnen aus der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft gewannen als Goldmedaillengewinner die Wahlen zu den Sportlern des Jahres.
Volker Bouffier Hessischer Ministerpräsident Fabian Hambüchen Olympiasieger Reck Rio 2016 Deut Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Ministerpräsident Volker Bouffier beglückwünscht Fabian Hambüchen.
Wiesbaden. 

Es war am Samstagabend nach 22 Uhr, als es im Friedrich-von-Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses zum allgemeinen Stühlerücken kam. Die Dinnergäste der 15. Olympischen Ballnacht des Landessportbundes erhoben sich, um Fabian Hambüchen Ehre zu zollen.

Der Kunstturner aus Wetzlar hatte nicht nur bei den Spielen im August in Rio de Janeiro eine Goldmedaille gewonnen; das hatten in diesem für den hessischen Sport außergewöhnlich erfolgreichen Jahr auch noch allein drei andere Männer geschafft. Der trotz allem erst 28 Jahre alte frühere Welt- und Europameister schloss in Brasilien auch mit seinem allerletzten Auftritt auf internationaler Bühne eine Karriere ab, die ihresgleichen sucht und von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ausführlich gewürdigt wurde.

Dass die aus 35 Medien bestehende Jury Hambüchen die meisten Punkte bei der Wahl zu Hessens Sportler des Jahres geben würde, war deshalb keine Überraschung. Routine war dieser sechste Titel auf Landesebene für den Ausgezeichneten dennoch nicht. Als Moderator Andreas Richter ihn auf seine Zukunftspläne ansprach, erwiderte er mit Blick auf den Zusatzpreis aus der nahe gelegenen Sektkellerei: „Jetzt trinken wir erst mal diese Flasche hier aus.“ Doch der gewohnt coole Spruch ließ erahnen, dass selbst dem aktuell von Termin zu Termin jagenden Hambüchen irgendwann die Bedeutung dieser letzten Momente als Spitzensportler klarwerden sollten.

Es war überhaupt ein sehr emotionaler Abend, den Prominente aus Politik und Wirtschaft gemeinsam mit der hessischen Sportfamilie unter dem Motto „Sport grenzenlos“ feierten. Das lag auch daran, dass neben Hambüchen in der früheren Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler und der in Rio mit Teamgold dekorierten Fußballerin Saskia Bartusiak – Mitglied der Mannschaft des Jahres – zwei weitere Top-
athleten verabschiedet und mit dem erstmals verliehenen Preis für das sportliche Lebenswerk geehrt wurden, die ihre Szene deutlich geprägt haben.

Zudem berührten diejenigen, die erstmals vor den mehr als 2000 Ballbesuchern in den Vordergrund traten, etwa Dressurreiterin Dorothee Schneider als Sportlerin des Jahres oder Sprinterin Lisa Mayer als Newcomer, mit ihrer erfrischenden Offenheit.

Das sorgte für einige Kurzweil im trotz akrobatischer Showelemente wieder einmal recht langatmig geratenen Ehrungsteil. Und für genügend Gesprächsstoff und gute Laune, um den Rest der bis in die Morgenstunden dauernden Feier wie im Fluge vergehen zu lassen.

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