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Wetter-Chaos: Überschwemmungen in Hessen: neue Gewitter im Anmarsch

Wieder haben Gewitter in Hessen Verkehrsbehinderungen und vollgelaufene Keller verursacht. Diesmal traf es besonders das Rhein-Main-Gebiet - und dort speziell den Flug- und Bahnverkehr. Ein Ende der Gewitter ist auch am Freitag nicht in Sicht.
Wassermassen fließen nach einem heftigen Unwetter auf einer Ortsstraße im Vogelsbergkreis. Foto: Philip Weitzel Wassermassen fließen nach einem heftigen Unwetter auf einer Ortsstraße im Vogelsbergkreis.
Frankfurt. 

Überflutete Straßen, ausgefallene Flüge und ein teilweise evakuiertes Krankenhaus: Unwetter haben in Teilen Hessens erneut Spuren hinterlassen. In der Nacht zum Freitag klangen die Gewitter wieder ab - doch die Verschnaufpause währt nur kurz. Bereits am Vormittag rechnen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wieder mit Schauern und Gewittern.

Am Nachmittag und Abend soll es erneut stark gewittern, wie der DWD auf seiner Homepage mitteilte. Örtlich gebe es Unwettergefahr durch heftigen Starkregen und Hagel.

Am Donnerstag waren heftige Unwetter über das Rhein-Main-Gebiet gezogen. Am Frankfurter Flughafen konnten zeitweise keine Flugzeuge mehr starten und landen. Laut Flughafenbetreiber Fraport fielen rund 200 von 1550 Flügen aus. Am Freitagmorgen normalisierte sich die Lage laut einem Sprecher. Allerdings sei die Zahl der landenden Flugzeuge aufgrund von Unwettern in der Region noch reduziert. Am Morgen meldete Fraport 30 Annullierungen bei 1560 geplanten Flügen.

Die überflutete Autobahn A66 bei Bockenheim am  7. Juni 2018, in Frankfurt.
Regen-Chaos Unwetter legt Frankfurt lahm - neue Gewitter im Anmarsch

Es war nur ein kurzes Unwetter gestern Nachmittag in Frankfurt. Aber die Auswirkungen hatten es in sich. Der gesamte Verkehr in und um Frankfurt war betroffen. Ein Ende der Gewitter ist auch am Freitag nicht in Sicht.

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Außerdem hatte ein Blitzeinschlag am Bahnhof in Frankfurt-Höchst nach Angaben des Rhein-Main-Verkehrsverbundes zeitweise für Ausfälle und Verspätungen bei den S-Bahnen und Regionalbahnen gesorgt. Am Morgen lief der Betrieb laut Polizei wieder reibungslos. „Die Feuerwehr hat super Arbeit geleistet”, sagte ein Sprecher.

 

Im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen setzte nach Angaben der Feuerwehr ein Blitzeinschlag einen Dachstuhl in Brand. Im Elisabethen-Krankenhaus im Stadtteil Bockenheim legte nach Polizeiangaben ein vom Starkregen ausgelöster Stromausfall den Betrieb größtenteils lahm. Große Teile der Klinik mussten evakuiert werden, wie ein Polizeisprecher sagte. Elf Intensivpatienten wurden vom Rettungsdienst in andere Krankenhäuser verlegt, teilte die Feuerwehr mit. Dort hielten sie sich auch am frühen Freitagmorgen noch auf. Am späteren Abend konnte das Krankenhaus wieder mit einem mobilen Stromaggregat versorgt werden.

„Hessen hat es ganz gut getroffen, vor allem das Dreieck Frankfurt, Limburg, Vogelsberg”, sagte der Meteorologe Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. „Es war auch relativ blitzintensiv.”

In Südhessen verursachte der Starkregen einen Verkehrsunfall mit zwei Leichtverletzten. Ein 36-Jähriger verlor auf der Bundesstraße 26 nahe Roßdorf (Landkreis Darmstadt-Dieburg) die Kontrolle über sein Auto und rammte den Wagen eines 27-Jährigen. Dessen Auto überschlug sich, wie die Polizei mitteilte.

„Wir hatten im ganzen Gebiet immer wieder Meldungen, dass eine Fahrbahn überschwemmt wurde”, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Darmstadt am Freitagmorgen.

Nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes fielen in Frankfurt innerhalb von knapp einer Stunde in manchen Stadtteilen mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter. In Gießen wurden teils mehr als 40 Liter pro Quadratmeter gemessen. Der DWD hatte in mehreren Regionen des Landes die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen. In vielen Teilen Hessens berichtete die Polizei von vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen, größere Schäden blieben aber bis zum frühen Freitagmorgen aus.

Allein in Frankfurt rückte die Feuerwehr mehr als 80 Mal aus, um vollgelaufene Keller auszupumpen. In Mücke im Vogelsberg wurden nach Angaben der Leitstelle des Kreises 15 Einsätze gezählt.

(dpa)

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