E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 26°C

1943: Verein plant umstrittenes Gedenken zur Edersee-Bombardierung

Blick auf die Edertalsperre in Hemfurth. Foto: Uwe Zucchi/Archiv Blick auf die Edertalsperre in Hemfurth.
Edertal. 

Eine Gedenkveranstaltung zur Zerstörung der Edertalsperre steht im Mittelpunkt eines Konflikts in Nordhessen. Dort wird am Donnerstag (17. Mai) mit Vertretern der hessischen Landesregierung und internationalen Gästen an das Kriegsereignis im Jahr 1943 erinnert. Doch ausgerechnet die Gemeinde Edertal kritisiert die Veranstaltung. Sie wurde damals von der Flut verwüstet. Der Organisator der Gedenkveranstaltung, Oliver Köhler, kommerzialisiere tragische Kriegsereignisse, sagt Klaus Gier (FWG), Bürgermeister von Edertal. Köhler betreibt ein Museum zur Staumauer-Bombardierung. Der Museumsmacher wiederum wirft Gier und anderen Politikern vor, nicht am Gedenken für die Opfer der eigenen Gemeinde teilzunehmen.

Die britische Royal Air Force bombardierte die Edertal-Staumauer in der Nacht zum 17. Mai 1943. Mit einer speziell entwickelten hüpfenden Bombe traf sie die Sperre. Durch das Loch strömten Wassermassen ins Edertal und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Genaue Angaben über die Zahl der Opfer gibt es nicht, es sollen aber mindestens 47 Menschen gestorben sein.

(dpa)

Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen