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Flugverkehr: Verfahren gegen Condor: Zahl der verspäteten Flüge im Juni gestiegen

Von Bislang fiel vor allem Ryanair durch verspätete Landungen am Frankfurter Flughafen auf. Nun aber ist auch Condor betroffen. Das hat Konsequenzen für den Ferienflieger.
Foto: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Wiesbaden/Frankfurt. 

Die Zahl der verspäteten Flüge auf dem Frankfurter Flughafen ist weiter angestiegen. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, kamen im Juni 203 Maschinen erst nach 23 Uhr an. Im Mai waren es 185 gewesen. Fast ein Drittel (29 Prozent) der verspäteten Landungen ging auf das Konto des Ferienfliegers Condor. Der irische Billigflieger Ryanair, der seit März 2017 Flüge von und nach Frankfurt anbietet, war in dem Monat an 25 Prozent der nächtlichen Verspätungen beteiligt. Auf die Lufthansa entfielen 14 Prozent und auf den Ferienflieger Tuifly zwölf Prozent.

Ein Airbus ist vor der Skyline im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen. Foto: Arne Dedert/dpa
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Auffallend an der Juni-Bilanz ist, dass Condor erstmals an der Spitze der Verspätungs-Übeltäter stand. Das hat jetzt Konsequenzen. Nach Angaben des Ministeriums laufen vier Ordnungswidrigkeits-Verfahren beim Regierungspräsidium in Darmstadt gegen Condor wegen vier Verspätungen im Juni. Es habe sich jeweils um Flüge aus Palma de Mallorca gehandelt. Weitere Verspätungslandungen dieses Fluges würden in der kommenden Woche gesammelt zur Einleitung von Ordnungswidrigkeitsverfahren an das Regierungspräsidium abgegeben, heißt es. Insgesamt gebe es 49 solcher Verfahren. „Die jetzige Situation ist unhaltbar“, betonte Al-Wazir. „Die Flughafenbetreiber müssen Start- und Landeentgelte noch stärker so gestalten, dass Unpünktlichkeit sich nicht lohnt.“

Insgesamt kam es im ersten Halbjahr zu 570 Landungen nach 23 Uhr. 35,5 Prozent gehen auf das Konto von Ryanair; in der ersten Woche des Sommerflugplans im März waren die Iren noch für 63 Prozent der Verspätungen verantwortlich. Der Anteil von Condor beträgt zwischen Januar und Ende Juni 24,4 Prozent, Lufthansa liegt bei knapp 15 Prozent, Tuifly macht knapp ein Zehntel aus. Der Rest habe sich laut Ministerium auf Laudamotion (4,4) und sonstige verteilt.

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