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Verfassungsschützer will von NSU-Mord nichts gemerkt haben

Ort, an dem Halit Yozgat erschossen wurde. Foto: Florian Schuh/Archiv Ort, an dem Halit Yozgat erschossen wurde. Foto: Florian Schuh/Archiv
München. 

Der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. will von dem NSU-Mord an Halit Yozgat nichts mitbekommen haben, obwohl er zur Tatzeit in unmittelbarer Nähe des Tatorts gewesen ist. Er habe erst später aus der Zeitung von dem Verbrechen in dem Kasseler Internetcafé erfahren, sagte der 46-Jährige am Dienstag als Zeuge vor dem Oberlandesgericht München. Er sei dann aber irrtümlich davon ausgegangen, dass er nicht am Tattag, sondern 24 Stunden zuvor in dem Café gewesen war. Er habe sich auch deshalb nicht als Zeuge gemeldet, weil er fürchtete, seine Frau könnte von seinen Besuchen in Flirtforen erfahren.

Die Anwesenheit des Verfassungsschützers war Anlass für Spekulationen. Die Ermittlungen gegen ihn wurden 2007 eingestellt. Mittlerweile arbeitet er nicht mehr für den Verfassungsschutz. Die Anklage im NSU-Prozess geht davon aus, dass er zufällig am Tatort war. Ein Antrag mehrerer Nebenkläger auf Verschiebung der Vernehmung wurde am Dienstag zurückgestellt. Die Opferanwälte wollten noch vor der Vernehmung weitere Akten sehen. Schließlich waren sie jedoch einverstanden, mit der Vernehmung zu beginnen, da der Zeuge voraussichtlich nochmals geladen werden wird.

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