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Bahnverkehr: Verkehrsverbund will bei Regiotrams auf Diesel verzichten

Eine Regiotram verlässt den Hauptbahnhof in Kassel. Foto: Uwe Zucchi/Archiv Eine Regiotram verlässt den Hauptbahnhof in Kassel.
Kassel. 

Der Startschuss für die 100 Millionen Euro umfassende Modernisierung des nordhessischen Regiotramverkehrs ist am Dienstag in Kassel gefallen. Man wolle das System für die nächsten 20 Jahre sichern und die Strecke Obervellmar-Wolfhagen (Landkreis Kassel) elektrifizieren, sagte Wolfgang Rausch, Geschäftsführer des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV). Er unterzeichnete eine Absichtserklärung mit Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Die Finanzierung ist noch nicht geklärt. Das Geld für die Investition soll aber vom NVV, dem Land Hessen und dem Bund kommen.

Der Verkehrsminister lobte die Regiotrams als Vorzeigeprojekt: „Die Regiotram hat es sehr frühzeitig geschafft, dass Eisenbahn und Straßenbahn miteinander verbunden sind.” Die 28 Regiotrams sind Hybridsysteme, die die Stadt Kassel und das Umland verbinden. Sie können Strom auf Straßenbahn- und Bahnstrecken nutzen. Einige haben aber auch Dieselmotoren. Darauf will der NVV künftig wegen des Umweltschutzes verzichten. Alle zehn Dieseltrams sollen auf Strom umgerüstet werden.

Laut Al-Wazir sind bundesweit 60 Prozent der Schienenstrecken elektrifiziert. Das sei kein Ruhmesblatt, sagte der Minister. In Hessen seien es immerhin 67 Prozent. Um der Elektrifizierung aller Strecken in Nordhessen näher zu kommen, will der NVV auch ein Projekt der Kurhessenbahn unterstützen: Das befasst sich mit sich Fahrzeugen, die eine Batterie während der Fahrt aufladen, um damit Passagen ohne Strom zu überwinden.

Die Modernisierung des Regiotramverkehrs wird nun vorbereitet. Die Arbeiten sollen 2022 beginnen und 2029 abgeschlossen sein. Vorläufer der ersten Regiotrams fuhren 2001. In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Fahrgastzahlen von 1,8 Millionen auf 5,6 Millionen Fahrgäste im Jahr.

(dpa)

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