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Verteidigung fordert Freispruch in Mordprozess ohne Leiche

Wiesbaden. 

Im Prozess um den „Mord ohne Leiche” hat die Verteidigung einen Freispruch für den Angeklagten vor dem Wiesbadener Landgericht gefordert. Vieles in dem Fall sei nicht belegbar, sagte der Anwalt des 40-Jährigen am Freitag in seinem Plädoyer. Es gebe keine Hinweise und auch kein Motiv dafür, dass der Angeklagte seine Frau vorsätzlich getötet habe. Das Gericht müsse deshalb im Zweifel für den Angeklagten entscheiden.

Dem 40-Jährigen aus Schlangenbad (Rheingau-Taunus-Kreis) wird vorgeworfen, seine Ehefrau im Februar 2014 umgebracht zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er sie nach einem Streit getötet und danach zerstückelt und die Teile entsorgt hat. Die Leiche der damals 37 Jahre alten Frau wurde jedoch nie gefunden. Die Anklagevertretung plädiert auf eine lebenslange Haftstrafe wegen eines besonders schweren Falls des Totschlags.

Der Mann hatte sich nach dem Verschwinden seiner Frau in den Vernehmungen bei der Polizei in viele Widersprüche verwickelt. In dem fast zehn Monate dauernden Verfahren schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen. Auch auf ein Schlusswort verzichtete er. Sein Urteil will das Wiesbadener Landgericht am 12. April verkünden.

(dpa)
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