Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Studie: Viele Hartz-IV-Empfänger bleiben lange arbeitslos

Foto: dpa Foto: dpa
Frankfurt. 

Viele Bezieher von Hartz IV in Hessen bleiben laut einer Studie lange auf staatliche Hilfe angewiesen. Das Risiko, langzeitarbeitslos zu werden oder länger auf Aufstockung angewiesen zu sein, trifft vor allem Menschen ohne Berufsausbildung, Ältere, Ausländer sowie Menschen, die schon öfter erwerbslos waren, wie eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt. Für das am Freitag in Frankfurt veröffentlichte Papier hatte die Einrichtung der Bundesagentur für Arbeit (BA) eine Stichprobe von 16 000 Leistungsbeziehern in Hessen über sechs Jahre untersucht.

Demnach wurde knapp ein Viertel der Bezieher von Grundsicherung („Hartz IV”) zu Langzeitarbeitslosen mit „relativ wenig Kontakt zum Arbeitsmarkt”. Einem weiteren knappen Zehntel gelang der Ausstieg erst nach längerer Zeit und knapp sechs Prozent waren zwar recht gut in den Arbeitsmarkt integriert, aber weiter auf Aufstockung ihres Lohns durch die BA angewiesen. Zusammengerechnet kommt diese Gruppe also auf rund 40 Prozent der Stichprobe.

Ihnen gegenüber stand gut ein Viertel, die recht schnell den Sprung in eine reguläre Stelle schafften - meist höher Qualifizierte und Menschen mit viel Berufserfahrung. Fünf Prozent gelang der Ausstieg über eine Ausbildung, die übrigen 26 Prozent bezogen keine Grundsicherung mehr, da sie sie selbstständig machten, ein Studium begannen oder in Rente gingen.

Die Zahlen verdeutlichten, dass Menschen ohne Berufsausbildung ein höheres Risiko trügen, langarbeitslos zu werden, erklärte Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen der BA.

(dpa)

Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse