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Tierpark in Kronberg: Vom Tierpfleger zum Zoodirektor: Das ist der Chef des Opel-Zoos

Er ist der Herr über 1700 Tiere und 125 Mitarbeiter: Thomas Kauffels hat eine steile Karriere hinter sich. Er ist der Zoodirektor im Kronberger Opel-Zoo. Wie kam es dazu? Und was macht seinen Tierpark so besonders?
Begegnungen mit der Giraffe gehören zum Arbeitsalltag von Thomas Kauffels. Kauffels ist der Direktor des Opel-Zoos in Kronberg. Sein Büro befindet sich mitten im Zoo, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Tiergehegen.
Kronberg. 

Mitten in Hessen sitzt Thomas Kauffels an seinem Schreibtisch und blickt von dort aus auf Giraffen, Böhmzebras, Streifengnus und Impalas. Es ist, als befände er sich in der afrikanischen Savanne. Manchmal wundert er sich selbst über die Entwicklung, die er in etwa vier Jahrzehnten gemacht hat. Der 57-Jährige ist Zoodirektor im Georg-von-Opel-Freigehege für Tierforschung in Kronberg. Begonnen hat er seine berufliche Laufbahn als Tierpfleger.

Auch der Zoo hat sich in vier Jahrzehnten enorm verändert. Bei seinem Antritt fand Kauffels einen enormen Renovierungsstau vor. 1956 war der heutige Opel-Zoo als Kronberger Tiergarten gegründet worden. Nach dem Tod des Gründers Dr. Georg von Opel im Jahr 1971 hatten sich die Renovierungsarbeiten angehäuft. „Der Stau ist noch immer nicht ganz abgebaut“, sagt Kauffels, der froh ist, dass eine neue Anlage für Pinguine und eine Voliere hinzugekommen sind.

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Es war nur ein kurzer Augenblick, doch dieser war herzerwärmend. Dicht an dicht liegen sie, aneinander gekuschelt und dennoch hellwach in die Kamera blickend: die Erdmännchen-Babys im Frankfurter Zoo im Ende September 2011. Und die Mama passt gut auf.Nachwuchs bei den Gorillas im Frankfurter Zoo: Dieses Jungtier kam am 10. Juli 2012 zur Welt.Und wo könnte sich ein neugeborenes Gorilla-Baby wohler fühlen, als auf dem Bauch der Mutter.

Der ganze Stolz des Forschungsgeheges sind die Elefanten, die von Anfang an zum Bestand gehörten. Der Opel-Zoo verfügt als einziger Zoo Hessens über diese Tiere. Und noch eine Besonderheit: Für die Zucht Mesopotamischer Damhirsche ist der Zoo weltweit bekannt.

Der Opel-Zoo ist ein klassisches Ausflugsziel, an Fronleichnam, Ostermontag, Pfingstsonntag und am 3. Oktober reichen die 1300 eigenen Parkplätze manchmal gar nicht aus. Im Jahr 2015 strömten 720 000 Besucher in Deutschlands einzigen Zoo, der keine öffentlichen Zuschüsse erhält. „Wir haben derzeit einen guten Namen“, sagt Kauffels zufrieden. Schließlich ist der Opel-Zoo auch eine der meistbesuchten außerschulischen Lernorte in Hessen. Allein für die edukative Ausbildung beschäftigt der Zoo vier Diplom-Biologen.

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Kauffels startete seine Zoo-Karriere 1977 in Krefeld. Der gebürtige Grimlinghausener hatte gerade das Abitur am Quirinus-Gymnasium bestanden. Als Leistungskurse hatte er Biologie und Erdkunde.

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Zum 60-jährigen Bestehen des Zoos haben Kauffels und sein Team des Opel-Zoos die Tierpfleger und Tiere in den Mittelpunkt gestellt. Deshalb präsentierte sich wöchentlich jeden Tag um 14 Uhr ein Revier des 27 Hektar großen Zoogeländes mit Führungen und Informationen. Die Führungen sind so gut angekommen, dass einige davon fest ins Programm übernommen werden sollen.

Der Opel-Zoo setze verstärkt auf das direkte Erlebnis der Tiere und weniger auf umfassende Beschreibungen. So informieren die Datentafeln an den Gehegen mit einem Bild, dem Namen der Tiere im Gehege und maximal vier bis fünf Sätzen. Auch auf einen QR-Code auf den Tafeln verzichtet der Zoo bewusst. Erfahren und direktes Erleben sollen im Vordergrund des Zoo-Erlebnisses stehen.

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