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Angeberwissen: Was ist eigentlich Myrrhe?

Am 6. Januar ziehen wieder verkleidete Kinder von Haus zu Haus und schreiben den Segen der heiligen drei Könige an die Türrahmen. Die Geschichte der drei Weisen, die dem Jesuskind nach seiner Geburt huldigten, kennt wohl jeder. Aber was davon ist eigentlich wahr?
Foto: imago

Der Tag der Heiligen drei Könige ist der 6. Januar. In der Orthodoxen Kirche wird an diesem Tag auch Heiligabend gefeiert.

In der Bibel steht gar nichts von Königen. So heißt es im Matthäus-Evangelium: "Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem (...)" Wahrscheinlich waren die drei Männer Astrologen oder Wissenschaftler. Das würde ja auch erklären, warum sie einem Stern folgen.

Außerdem ist unbekannt, wie viele Weise zum Jesuskind gekommen sein sollen. Die Zahl drei wird nirgends genannt. Nur die Anzahl der Geschenke ist bekannt: Und das sind eben drei. Allerdings können auch fünf Leute drei Geschenke mitbringen, auch sechs oder nur zwei.

Die Namen der drei Könige sind heute Caspar, Melchior und Balthasar. Sie sind seit dem 6. Jahrhundert überliefert.

Die Gebeine der heiligen drei Könige sollen im Kölner Dom liegen. Dort ruhen sie hinter einer Goldplatte. Am 6. Januar wird diese abgenommen und die Besucher können die Schädel betrachten.

Ob es sich dabei um die echten Knochen der heiligen drei Könige handelt, ist nicht sicher. Allerdings wurde bei ihnen ein syrischer Fetzen Stoff aus dem 2. Jahrhundert gefunden. Der Legende nach gelangten die sterblichen Überreste im 3. Jahrhundert nach Konstantinopel (Istanbul). Von dort aus ging es weiter nach Mailand und 1164 brachte Kaiser Friedrich Barbarossa sie schließlich nach Köln.

Der Name Caspar stammt aus dem Persischen  und bedeutet "Hüter des Schatzes" oder "Schatzmeister". Er wird oft mit dunkler Haut dargestellt. Melchior ist ein häbräischer Name, der "König des Lichts" bedeutet. Er hat helle Haut und ein europäisches Aussehen. Balthasar kommt aus dem babylonisch-häbräischen. Der Name bedeutet "Gott erhalte den König." Er wird manchmal mit asiatischen Gesichszügen dargestellt.

Die Kreideschrift, den vorbeiziehende Kinder an Türrahmen hinterlassen, ist nicht etwa eine Abkürzung für die Vornamen der Könige. C+M+B steht für "Christus mansionem benedicat", auf Deutsch: "Christus, segne dieses Haus."

Bekanntlich brachten die Weisen aus dem Morgeland Geschenke mit. Mit Gold und Weihrauch weiß jeder etwas anzufangen, aber was ist denn diese Myrrhe? Wie Weihrauch, ist auch die Myrrhe ein Harz. Es wächst an dornigen Sträuchen, unter anderem in Südarabien, Somalia und Äthiopien. Auch Myrrhe wird verbrannt und zum Räuchern verwendet.

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