Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Welt-Aids-Tag: Klare Haltung in Paulskirche gefordert

Eine rote Solidaritätsschleife für Aids-Kranke an einem Mantel. Foto: Sven Hoppe Eine rote Solidaritätsschleife für Aids-Kranke an einem Mantel. Foto: Sven Hoppe
Frankfurt/Main. 

Zum Welt-Aids-Tag hat die Frankfurter Aids-Hilfe in der Paulskirche Zeichen gegen den zunehmenden Rechtspopulismus gefordert. Schwule und Lesben gehörten zu den Gruppen, die angesichts eines Rechtsrucks in der Gesellschaft und dem Aufkommen populistischer Wüteriche in ihrem kulturellen Selbstbewusstsein verunsichert seien, sagte Sprecher Florian Beger am Donnerstag auf der nach Angaben der Organisatoren größten Veranstaltung in Deutschland.

Die historische Erfahrung jüngerer Homosexueller sei bisher gewesen, „dass die Gesellschaft sich immer weiter geöffnet hat” - ganz anders als in den ersten Jahren von HIV/Aids, als „übelste Mittel zur Stigmatisierung und Verfolgung Betroffener” diskutiert worden seien. Doch nun werde erstmals auch die jüngere Generation „mit einer sich für uns dramatisch verschlechternden politischen Situation konfrontiert”, sagte Beger. „Wir müssen den Mut und die Kraft aufbringen, Haltung zu zeigen.”

Gleichzeitig dürften nicht alle Wähler der Rechten in eine Schublade gesteckt werden. Nicht jeder sei homophob oder ein Fremdenfeind. Schwule Männer müssten sich gegen Hass wehren - allerdings im Bewusstsein, dass es Gruppen gäbe, „die noch lange nicht das Maß an Anerkennung und Respekt erhalten, das wir uns bereits erkämpft haben.” Die Aids-Hilfe Frankfurt engagiere sich deshalb in der Hilfe und Selbsthilfe für Drogenabhängige, Obdachlose, Migranten, Prostituierte oder Menschen in Haft.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse