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Weniger Luftkurorte im Land: Kommunen sparen an Prädikaten

Touristen schweben mit der Waldecker Bergbahn dem Luftkurort Waldeck entgegen. Foto: U. Zucchi/Archiv Foto: dpa Touristen schweben mit der Waldecker Bergbahn dem Luftkurort Waldeck entgegen. Foto: U. Zucchi/Archiv
Kassel/Wiesbaden. 

Angesichts knapper Kassen sparen die hessischen Kommunen auch an früher begehrten Titeln wie „Luftkurort”. Die Zahl der mit diesem und ähnlichen Prädikaten ausgezeichneten Städten und Gemeinden sank seit den 80er Jahren von 360 auf derzeit 146, wie Horst Wenzel vom landesweit zuständigen Fachausschuss beim Regierungspräsidium Kassel mitteilte. Die Prädikate müssen spätestens alle zehn Jahre überprüft werden, dazu sind teils kostspielige Gutachten nötig.

„Aufgrund der Haushaltslage verwenden die Kommunen das Geld anderweitig”, sagte Wenzel. Auch werde die geforderte Zahl von Gasthöfen und anderen Beherbergungsbetrieben häufig nicht mehr erreicht. Den größten Rückgang gebe es bei den Luftkurorten, deren Zahl seit 2001 von 76 auf nun 40 sank, und bei den Erholungsorten mit einem Rückgang um 46 auf nun 68.

Der Hessische Heilbäderverband bezifferte die Kosten für den Erhalt eines Prädikats auf bis zu 20 000 Euro. Jüngst habe sich eines der 31 Verbandsmitglieder, die mittelhessische Stadt Gladenbach, von ihren Titeln Kneippheilbad und Luftkurort verabschiedet. „Die Zeiten sind nicht einfach und es sind große Anforderungen, die man vorhalten muss”, sagte Geschäftsführerin Almut Boller. Am kommenden Dienstag (3. Oktober) veranstaltet der Verband einen landesweiten Kurerlebnistag, bei denen sich Heilbäder und Kurorte Besuchern mit ihren Heilwässern, Kurparks und Kneipp-Anlagen präsentieren.

(dpa)
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