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Weser: Trasse für K+S-Pipeline wird gesucht

Kassel/Vellmar. 

Die Vorplanung für eine Salzfernleitung des Kasseler Dünger- und Kaliproduzenten K+S schreitet voran: Seit Montag erörtern Vertreter von Behörden, des Konzerns und Kritiker Argumente zu der Pipeline, die Kalilauge von Ost- nach Nordhessen transportieren soll. Es gehe um den Verlauf der Leitungstrasse, nicht eine Genehmigung, sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel. Die Erörterung sollte am Dienstag fortgesetzt werden. Eine Entscheidung zu dem Projekt mit geschätzten Kosten von über 200 Millionen Euro war nicht vorgesehen.

130 Stellungnahmen waren beim Regierungspräsidium zu der Pipeline eingegangen. Bürgerinitiativen, Naturschützer und einige Kommunen lehnen das Projekt ab. Zu Beginn der Gespräche forderten der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und das Aktionsbündnis salzfreies Märchenland den Abbruch der Planung. „Der Betrieb der Oberweser-Pipeline wäre rechtswidrig und schädlich”, sagt Thomas Norgall vom BUND. Unterhalb der Einleitungsstelle bei Oberweser werde der Salzgehalt erhöht sein und so gegen EU-Vorgaben verstoßen

K+S sucht weitere Entsorgungswege für Salzabfälle, um die Produktion aufrechtzuerhalten. „Die Fernleitung ist eine Option, wenn andere Verfahren nicht ausreichen”, erklärte K+S-Sprecher Ulrich Göbel. Die endgültige Entscheidung über den Bau der Pipeline falle Ende des Jahres. Zuvor müssten offene Fragen zur Einstapelung von Salzabfällen unter Tage, zur Abdeckung der Kalihalden und zu Forschungen zur Abfallreduzierung beantwortet sein. Vor einer politischen Entscheidung durch die Flussgebietsgemeinschaft Weser der Bundesländer wolle K+S keine Genehmigung für Pipeline beantragen.

(dpa)
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