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Wieder Demo gegen Fluglärm in Frankfurt

In Frankfurt haben erneut mehrere tausend Menschen gegen Fluglärm protestiert und eine Schließung der neuen Nordwestlandebahn gefordert. Die Polizei zählte etwa 2000 Teilnehmer bei der Kundgebung vor dem Römer, die Veranstalter vom Bündnis "Eintracht gegen Fluglärm" nannten die Zahl 10 000.
Frankfurt. 

In der Reihe von Demonstrationen seit Dezember waren am Vortag erstmals die Befürworter des Flughafenausbaus auf die Straße gegangen auf Initiative des Betreibers Fraport, der Lufthansa und der Condor.

Am Freitag beklagten die Demonstranten vor allem die Gesundheitsrisiken durch den ausufernden Fluglärm. Der Mainzer Medizinprofessor Thomas Münzel sagte, er halte Fluglärm für Körperverletzung. Zu der Kundgebung hatten Bürgerinitiativen, Gewerkschaften und Kirchen aufgerufen.

Das diese Woche von der hessischen Landesregierung und der Luftfahrtbranche geschnürte Maßnahmenbündel zur Lärmreduzierung sei wachsweich, sagte Anselm Einsiedel vor der Initiative gegen Fluglärm Mainz-Oberstadt e.V. der dpa. Es ändere nichts daran, dass die Zahl der Flüge noch einmal um 30 Prozent erhöht werden solle. "Die Landebahn soll geschlossen werden aus dem Grund, dass wir nicht noch mehr Lärm bekommen." Durch die im Oktober in Betrieb gegangene Bahn hat das Luftdrehkreuz Frankfurt seine Kapazität erhöht.

Nach Berechnungen der hessischen SPD ist das Anti-Fluglärm-Paket, das Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) präsentiert hat, in Wahrheit nur halb so groß wie es scheint. "Das Landesprogramm ist eine Mogelpackung", sagte SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel der "Frankfurter Neuen Presse" (Samstagsausgabe). Rechne man die Kredite und die Kosten dafür heraus, so blieben von 335 nur 120 Millionen Euro Zuschuss zum passiven Schallschutz übrig.

(dpa)
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