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Krimi-Klassiker wieder im TV: «Wir beginnen, wo andere aufhören» - Neue Staffel «Ein Fall für zwei»

Einfache Handlung, komplexe Figuren - das macht für Antoine Monot einen guten Krimi aus. Darauf arbeitet das «Ein Fall für zwei»-Team hin. Zum Staffelstart der Frankfurter Krimi-Kultserie können sich die Fans auf sechs neue Episoden freuen.
Benni Hornbergs (Antoine Monot Jr., l.) und Privatdetektiv Leo Oswald (Wanja Mues, r.). Foto: Andrea Enderlein Benni Hornbergs (Antoine Monot Jr., l.) und Privatdetektiv Leo Oswald (Wanja Mues, r.).
Köln.  Ein arbeitsloser Mietnomade wird durch eine Gasexplosion aus seiner Wohnung gesprengt. Der Wohnungsbesitzer wird daraufhin festgenommen. Gegen ihn spricht alles. Trotzdem glaubt Benni Hornberg (Antoine Monot) seinem Mandanten. Der ist ein Lehrer seiner Tochter. Während Benni sich im Scheidungskrieg mit seiner Noch-Ehefrau befindet und zwischenzeitlich seine pubertierende Tochter bei ihm einzieht, begibt sich Detektiv Leo Oswald (Wanja Mues) auf die Suche nach seiner totgeglaubten Mutter.

Im Privatleben des unkonventionellen Ermittler-Duos geht es turbulent zu. Am Freitag (20.15 Uhr) startet die dritte Staffel des aktuellen Gespanns von «Ein Fall für zwei» im ZDF. Das Remake der Krimi-Kultserie, die in Frankfurt spielt, läuft seit 2014. Erstmals wurden für die die neue Staffel sechs statt bisher vier Episoden gedreht. Viereinhalb Monate dauerten die Dreharbeiten in und um Frankfurt am Main.

Zu Beginn der zweiten Staffel erweiterte Bettina Zimmermann als Staatsanwältin das Darsteller-Team. Neuzugänge erwarten die Zuschauer dieses Mal nicht. Für Antoine Monot ist neu, dass er auf seinen Gegenspieler Thomas Thieme verzichten muss: Der Schwiegervater von Anwalt Hornberg beging am Ende der zweiten Staffel Selbstmord. «Das war ein Einschnitt. Für meine Figur ist das etwas ganz Neues. Aber dafür bekommt Bennis Tochter eine spezielle Stellung», verrät Monot im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Der Schauspieler Antoine Monot spricht während eines Interviews. Foto: Henning Kaiser/Archiv
Antoine Monot: Wenn Quote stimmt, habe ich Arbeit

Das Thema Einschaltquote kann Schauspielern nicht egal sein, glaubt Antoine Monot: „Jeder, der sagt, ihm sind die Quoten egal, schwindelt”, sagte der 41-jährige Schauspieler („Ein

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«Wir haben inzwischen ein Gespür dafür, wie weit wir aus Sicht des Zuschauers gehen dürfen», sagt der 41-Jährige. «Im ersten Jahr wollten wir sehr komplexe Fälle behandeln.» Doch ein guter Krimi zeichne sich durch eine einfache Handlung aus: Eine Leiche wird gefunden, wer war der Mörder? Was es komplex mache, seien die Figuren. «Ich schaue selbst viele Krimis und Serien. Mich interessieren die Charaktere und deren Beziehungen. Bei uns geht es um die Beziehung zwischen Benni und Leo, zwischen Benni, seiner Ex und seiner Tochter und um die Reibung innerhalb dieser Beziehungen.» Das alles werde mit einem «schönen Krimi» verbunden. «Darauf arbeiten wir hin.»

Das Original der Serie lief über 30 Jahre lang. In 300 Folgen ermittelte Matula (Claus Theo Gärtner) mit vier wechselnden Anwälten. Monot hat die Sendung schon als Jugendlicher geschaut. «Ich war schon ein bisschen sauer, als Günter Strack aufgehört hat. Den fand ich großartig!»

Das Ermittlergespann aus Anwalt und Detektiv ist Monots Ansicht nach Alleinstellungsmerkmal und Erfolgsrezept von «Ein Fall für zwei»: Es sei die einzige Ermittlerserie, in der keine Polizisten ermitteln. «Wir haben keine Waffen und verhaften niemanden. Der Zuschauer bekommt einen spannenden Einblick, weil wir auf der anderen Seite stehen. Wir beginnen, wo andere aufhören. In einem Polizei-Krimi wandert der Täter am Schluss ins Gefängnis. Wir setzen an diesem Punkt an. Einer ist im Gefängnis und ich versuche ihn raus zu holen.»

Das Thema Quote betrachtet Monot einigermaßen gelassen. Aber: «Jeder, der sagt, ihm sind die Quoten egal, schwindelt.» Am Schluss werde ein Format weitergeführt, wenn es gute Quoten hat. «Und ich habe Arbeit, wenn es gute Quoten hat. Es wäre vermessen, wenn ich sagen würde, mich interessieren die Quoten nicht.» Doch man dürfe keinesfalls Inhalte ausschließlich nach der Quote bewerten. «Die Quote ist ein Messinstrument, um die Werbepreise zu bestimmen. Es ist per se kein Gradmesser für Qualität.»

(dpa)

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