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„Wir werden uns zu Wort melden“

Wer Richard Bickert in diesen Tagen auf seinem Hof in Weißkirchen besuchen will, trifft den 61-Jährigen meist bei seinem Maislabyrinth an. Es ist eine Institution, schließlich bieten die Bickerts das begehbare Feld seit 15 Jahren an. Neben dem Labyrinth, das noch bis 24. Sepember offen ist, hat Bickert einen Hänger aufgestellt, auf dem ein riesiges Banner gespannt ist. Es gehört einer Bürgerinitiative, die gegen die geplante Bebauung westlich der A 5 kämpft. „Die Felder hier sind fruchtbar, Lehmboden voll mit Nährstoffen. Einmal versiegelt, stirbt der Boden unwiderruflich ab, sagt Bickert, der seit fast 40 Jahren als Vollerwerbslandwirt Getreide, Zuckerrüben und Mais anbaut.

„Das ist bester Boden in Deutschland. Wir müssen uns unserer Ressourcen bewusst sein“, sagt auch Peter Voss-Fels, Generalsekretär des Hessischen Bauernverbandes. Er plädiert zugleich dafür, in der Stadt enger zusammenzurücken, zu verdichten und in die Höhe zu bauen, bevor alles zubetoniert wird. Außerdem seien gerade solche Flächen wichtig für die Biodiversität. „Wir werden uns zu Wort melden und unsere Interessen zusammen mit dem Kreisbauernverband formulieren“, kündigte Voss-Fels an.

Zugleich nannte der Bauernverband Zahlen. So sank die landwirtschaftliche Fläche in Hessen von 927 518 Hektar im Jahr 1991 auf 884 494 Hektar im Jahr 2015, also ein Verlust von rund 43 000 Hektar in 25 Jahren. Pro Tag hat sich der Verlust etwas verlangsamt: Mitte der 90er Jahre betrug er noch 6,4 Hektar, 2015 waren es 3,09 Hektar. Laut der Nachhaltigkeitsstrategie für Hessen soll er auf 2,5 Hektar zurückgefahren werden. ks

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