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Inhaftierter Journalist: Yücel berichtet von "Isolationshaft" und "faktischem Briefverbot"

Der seit sieben Wochen in der Türkei inhaftierte Journalist Deniz Yücel bedankt sich über seine Anwälte für die große Solidarität, die ihm entgegenschlägt. Er erwartet für den heutigen Dienstag den Besuch des deutschen Generalkonsuls.
Der Türkei-Korrespondent der „Welt”, Deniz Yücel. Foto: Karlheinz Schindler Der Türkei-Korrespondent der „Welt”, Deniz Yücel. Foto: Karlheinz Schindler
Istanbul. 

Vor dem ersten Besuch eines deutschen Diplomaten bei dem in der Türkei inhaftierten „Welt”-Korrespondenten Deniz Yücel hat sich der Journalist für die große Solidarität bedankt.

„Da ich keine Briefe schreiben darf, übermittele ich diese Nachricht mündlich über meine wunderbaren Anwälte”, heißt es in einer von der „Welt” veröffentlichten Botschaft Yücels.

„Auch wenn ich weiterhin in Isolationshaft gehalten werde und auch wenn das faktische Briefverbot fortbesteht, dringt die vielfältige Unterstützung, die Sie mir und meinen in der Türkei inhaftierten Kollegen zukommen lassen, bis hierher durch. Dafür meinen großen, herzlichen Dank!”

Yücel rief in seiner Nachricht zu Solidaritäts-Abos der regierungskritischen Zeitungen „Cumhuriyet”, „Birgün” und „Evrensel” auf, wofür „man nicht in der Türkei” leben müsse. „Und um für ein paar Euro einen konkreten Beitrag zur Unterstützung der Pressefreiheit in der Türkei zu leisten, muss man nicht einmal Türkisch können.”

Weiter hieß es: „Dass mir illegalerweise keine Briefe und Postkarten zugestellt werden, ist natürlich kein Grund, mir nicht zu schreiben. Im Gegenteil.” 

Am Dienstagvormittag machte sich der deutsche Generalkonsul in Istanbul, Georg Birgelen, auf den Weg, um Yücel in der rund 80 Kilometer westlich gelegenen Haftanstalt in Silivri zu besuchen.

Rund sieben Wochen nach der umstrittenen Festnahme des deutsch-türkischen Journalisten hatte die Türkei am Montag deutschen Diplomaten erstmals Zugang zu dem Inhaftierten gestattet. Gegen Yücel war knapp zwei Wochen nach seiner Festnahme Untersuchungshaft unter anderem wegen angeblicher Terrorpropaganda verhängt worden.

(dpa)
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