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Zehnjähriger will auf Rückkehr zu G 9 klagen

Als erster Betroffener will ein zehnjähriger Gymnasiast aus dem Kreis Bergstraße zusammen mit seinen Eltern dagegen klagen, dass er nicht zusammen mit seiner Klasse zum neunjährigen Gymnasium zurückkehren darf. Die Linkspartei im Landtag hält dies für den Beginn einer Klagewelle gegen das vom Landtag verabschiedete Gesetz.
Wiesbaden. 

Allein die Familie aus Wald-Michelbach wolle die Klage stellvertretend für 70 Eltern am dortigen Überwaldgymnasium einreichen, berichtet Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Linkspartei. "An dieser Schule sind sich alle Eltern der fünften und sechsten Klassen einig, dass sie lieber zu G 9 zurückkehren würden, wie auch der Rest der Schule", erzählt Cárdenas. Dennoch dürfen sie nicht.

Das vom Landtag verabschiedete Gesetz eröffnet zwar allen hessischen Gymnasien die Wahl, zu G 9 zurückzukehren, die bestehenden fünften und sechsten Klassen sind jedoch von der Regelung ausgenommen.

Mit "Bestandsschutz" begründet das Kultusministerium die Entscheidung. Ministeriumssprecher Christian Henkes erläutert: "Als die kooperativen Gesamtschulen zu G 9 zurückkehren durften, wurde von Klassengemeinschaften starker Druck auf einzelne Eltern ausgeübt, die gegen den Willen der Mehrheit bei G 8 bleiben wollten. Das wollen wir diesmal verhindern", so Henkes.

Eine Elterninitiative hat jedoch kürzlich eine Petition mit mehr als 22 000 Unterschriften gegen diese Einschränkung an den Landtag übergeben. ch

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