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Auschwitz-Überlebende geehrt: Zeitzeugin Trude Simonsohn wird Frankfurts Ehrenbürgerin

Die Auschwitz-Überlebende Trude Simonsohn grüßt die Gäste. Foto: Andreas Arnold Die Auschwitz-Überlebende Trude Simonsohn grüßt die Gäste. Foto: Andreas Arnold
Frankfurt/Main. 

Trude Simonsohn hat als erste Frau das Ehrenbürgerrecht der Stadt Frankfurt erhalten. Die 95-jährige Auschwitz-Überlebende wurde am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche für ihr „unermüdliches Engagement für Demokratie und Zivilcourage” geehrt. „Welch ein Glück für unsere Stadt, dass sie nach Frankfurt gekommen ist”, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bei der Verleihung.

Simonsohn wurde in Olmütz (Mähren im heutigen Tschechien) geboren und wurde während des Nazi-Regimes in die deutschen Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz verschleppt. Sie gehört zu den wenigen Zeitzeugen, die noch über die Schrecken der Judenverfolgung und die Menschenrechtsverletzungen im nationalsozialistischen Deutschland berichten können. Seit 1975 setzt sie sich an Schulen und Universitäten dafür ein, dass junge Menschen wachsam bleiben und zu Unrecht Nein sagen.

Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Auszeichnung der Stadt Frankfurt. Es wird in unregelmäßigen Abständen an Personen verliehen, die besondere Verdienste um die Stadt erworben haben. Simonsohn, die seit 1955 in Frankfurt lebt, reiht sich in eine Liste von bisher 26 Preisträgern ein, darunter der Philosoph Max Horkheimer und der ehemalige Bundeskanzler Helmuth Kohl.

(dpa)
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