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Neubau für neun Millionen im Stadtwald: Zwei Sporthallen übereinander

Von Spitzen- und Amateursportler trainieren hier. Doch der Platz in der Halle an der Otto-Fleck-Schneise reicht nicht aus. Jetzt wird neu gebaut.
So soll das Gebäude einmal aussehen. Während der Bauzeit von mindestens 15 Monaten müssen die Sportler erst einmal noch enger zusammenrücken.
Frankfurt. 

Die Frankfurter Hallen des Landessportbundes Hessen (LsbH) werden vielseitig genutzt. Während der Woche absolvieren in der Otto-Fleck-Schneise vor allem die Talente der Carl-von-Weinberg-Schule, der ortsansässigen Eliteschule des Sports, ihre Übungseinheiten; zudem trainieren hier die Bundes- und Landeskaderathleten, für deren Sportarten die Mainstadt als Stützpunkt gilt. So hat der aus dem Odenwald stammende Rekordeuropameister Timo Boll unzählige Stunden beim LsbH an der Tischtennisplatte gestanden. Außerdem bringen sich Hand- und Volleyballer, Badmintonspieler und Leichtathleten hier in Form.

Am Wochenende werden zusätzlich zahlreiche Lehrgänge angefragt, von der Übungsleiteraus- und -fortbildung über Vereinskurse des Großclubs TG Bornheim bis hin zu Maßnahmen der Spitzenverbände, die aufgrund der zentralen Lage und der guten Verkehrsanbindung die Bankenstadt gerne nutzen. Regelmäßig, sagt Edmund Nickel, der Leiter der Sportschule, müssten bei der Jahresplanung im Sommer ein Drittel der angefragten Termine für die Mehrzweckhalle und die beiden Drei-Felder-Hallen abgesagt werden. Neben enttäuschten Gesichtern führt dies dazu, dass die Kapazität von 184 Betten, die den Teilnehmern für Übernachtungen im gleichen Gebäudekomplex zur Verfügung stehen, nicht so ausgenutzt werden kann, wie es bei mehr Hallenfläche möglich wäre.

Nun soll Abhilfe geschaffen werden. Ab Juli 2017 entsteht an der Stelle, an der die Sporthalle 2 steht, ein doppelstöckiger Neubau. Neun Millionen Euro haben die Verantwortlichen für das Konstrukt im Stadtwald veranschlagt, von dem es in dieser Form in Deutschland nur weitere vier oder fünf geben soll. „Wegen des Bannwaldes konnten wir uns nicht in der Breite vergrößern“, erklärt LsbH-Pressesprecher Ralf Wächter. Entsprechend werden zwei Drei-Felder-Hallen übereinander gebaut mit einer Gesamthöhe von 14 Metern. Um nach oben hin nicht die zulässigen Maße zu überschreiten, wird das Gebäude dreieinhalb Meter tief in den Boden eingelassen.

Eine Sanierung der bestehenden Halle wäre laut Nickel nur 20 Prozent billiger gekommen. Die aus dem Jahr 1973 stammende Sportstätte sei ein „Energiemonster“, der Boden an einigen Stellen verfault, das Dach „abgängig“. Während der Bauzeit von mindestens 15 Monaten müssen die Sportler zusammenrücken. Danach könnten auch diejenigen Platz beim lsbh finden, für die sich die Tür zur Sportschule noch nicht geöffnet hat. Die hessischen Ringer beispielsweise, erklärt Werner Schaefer, der Leiter des Olympiastützpunktes Hessen, würden gerne ihren Landesstützpunkt nach Frankfurt verlegen. Auch andere könnten sich ein regelmäßiges Training dort vorstellen.

Die entsprechenden Bedürfnisse wurden den potenziellen Geldgebern vorgetragen. Mit dem Resultat, dass der Hallenbau, dem noch eine 2,5 Millionen Euro teure Sanierung des Verwaltungsgebäudes zur Verbesserung des Brandschutzes vorangehen soll, sowohl vom Land als auch vom Bund und der Stadt unterstützt wird. So übergibt der hessische Innenminister Peter Beuth gemeinsam mit dem Frankfurter Sportstadtrat Markus Frank heute einen Bewilligungsbescheid in Höhe von vier Millionen Euro an die LsbH-Verantwortlichen. Von Frank erhoffen diese sich auch noch eine weitere gute Nachricht. Denn die am Verwaltungstrakt geplanten Arbeiten sollten eigentlich schon begonnen haben. Es fehlt jedoch noch die Genehmigung der Stadt.

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