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Niedrigstand der Werra: Zweiter Standort von K+S steht wegen Trockenheit still

Das Logo des Kaliproduzenten K+S an einer Fassade. Foto: Uwe Zucchi/Archiv Das Logo des Kaliproduzenten K+S an einer Fassade.
Kassel/Hattorf. 

Wegen der anhaltenden Trockenheit fährt der Dünger- und Salzkonzern K+S seine Produktion auch an seinem zweiten Standort in Hessen herunter. Da die Werra nur noch wenig Wasser führe, müsse man auch am Standort Hattorf des Verbundwerks Werra die Produktion vorübergehend unterbrechen, teilte K+S am Dienstag mit.

Hattorf ist einer von drei Standorten in der Region. Ende August hatte das Unternehmen schon den Standort Wintershall heruntergefahren. In Unterbreizbach in Thüringen könne aber weiter produziert werden.

Von den beiden Stilllegungen sind insgesamt 1150 Mitarbeiter betroffen, die zunächst Urlaub nehmen und Überstunden abbauen müssen, sagte ein Sprecher. Geprüft würden auch Kurzarbeit sowie die Option, einige Mitarbeiter im etwa 50 Kilometer entfernten Schwesterwerk Neuhof-Ellers unterzubringen. Wie lange die Standorte stillstehen, sei nicht abzuschätzen. Ein Tag Produktionsausfall an beiden Standorten schmälert den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nach K+S-Berechnungen um bis zu 3 Millionen Euro.

Im Kaliwerk Werra werden neben Düngemitteln auch Vorprodukte für viele technische und industrielle Anwendungen sowie für die Pharma-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie hergestellt. Die Werra ist für das Verbundwerk der Hauptentsorgungsweg für Salzwasser. Die Produktionsmenge im Werra-Gebiet ist maßgeblich von der Möglichkeit abhängig, Salzabfälle wegzuleiten.

(dpa)

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