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Baustelle: Bombenfund in Frankfurt: Entschärfung gegen Mitternacht

Nächtliche Bombenentschärfungen werden für die Frankfurter Feuerwehr fast schon zu Routine: Nach dem Fund einer 250 Kilogramm schweren Bombe soll der Sprengkörper in der Nacht zu Samstag unschädlich gemacht werden. Es ist der dritte Bomben-Einsatz in einer Woche.
Foto: dpa
Frankfurt. 

Erneuter Bombenfund in Frankfurt: Im Osthafen ist am Freitag auf einem Bauschuttlager eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

Nach Angaben eines Sprechers soll der Sprengkörper in der Nacht zu Samstag voraussichtlich um Mitternacht entschärft werden. Der Kampfmittelräumdienst habe einen vorläufigen Evakuierungsradius im Umkreis von 700 Metern angeordnet. In diesem Gebiet befindet sich auch ein Abschnitt der Autobahn 661.

Die Autobahn werde von 23 Uhr an gesperrt, teilte die Feuerwehr am Abend mit. Der Verkehr werde in Richtung Bad Homburg vom Taunusring abgeleitet, in Richtung Neu Isenburg ab der Eissporthalle. Anwohner sind in deutlich geringerer Zahl betroffen als bei vorangegangenen Entschärfungen. «Der Fundort ist in einem Industriegebiet», sagte der Sprecher. Einer Twitter-Mitteilung der Feuerwehr zufolge befinden sich auch Hotels in der zu räumenden Zone.

Etwa 500 Menschen müssen nach Angaben der Feuerwehr Hotels, Wohnungen oder Arbeitsplätze im Industriegebiet verlassen. Für sie standen Betreuungsstellen bereit. Busse des örtlichen Verkehrsbetriebs VGF sollten von 19.00 Uhr an zwischen dem Evakuierungsbereich und den Betreuungsstellen fahren. Sobald die Sperrung des Gebiets aufgehoben sei, würden die Busse wieder zurück Richtung Osthafengebiet fahren, hieß es. Im benachbarten Offenbach waren nach Angaben eines Stadtsprechers Teile des Gewerbegebiets Offenbach-Kaiserlei von der geplanten Evakuierung betroffen.

 

 

 

Für Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst ist es bereits der dritte Einsatz innerhalb einer Woche: Am Dienstag war bei Bauarbeiten im Nordosten der Stadt eine 50 Kilogramm schwere Bombe gefunden worden. Rund 1400 Anwohner mussten ihre Wohnungen zwei Nächte hintereinander verlassen, da die Entschärfung nicht gleich im ersten Anlauf gelang.

Erst im Februar war im Frankfurter Stadtteil Gallus ebenfalls eine 50 Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Damals mussten 9000 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Auch die Hallen des Frankfurter Messegeländes waren teilweise betroffen.

Im vergangenen September wurde nach dem Fund einer tonnenschweren Bombe nahe des Uni-Campus die bisher größte Evakuierung der Nachkriegszeit in Deutschland angeordnet. Mehr als 60 000 Frankfurter mussten vorübergehend aus ihren Wohnungen. Auch mehrere Kliniken und Altenheime mussten geräumt werden, darunter die größte Entbindungsklinik der Stadt.

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