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Feuer in Kelkheim: Brennender Holzberg sorgt für Dauerstress

Der Qualm war gewaltig, der Schaden gering. Der Brand auf dem Recyclinghof an der B 519 forderte heute einen Großeinsatz der Feuerwehren aus dem ganzen Main-Taunus- Kreis.
130 Feuerwehrleute kamen bei den Löscharbeiten zum Einsatz. 130 Feuerwehrleute kamen bei den Löscharbeiten zum Einsatz.
Kelkheim. 

Die 180 Einsatzkräfte hätten sich an diesem herrlichen Sommersonntag auch etwas schöneres vorstellen können, als fast zehn Stunden lang einen kokelnden Berg von geschreddertem Sperrmüll zu löschen. Um 8.30 Uhr war die Kelkheimer Feuerwehr alarmiert worden, vom Recyclinghof aus stiegen unangenehm riechende Qualmwolken in den blau-weißen Himmel.
 

Bilderstrecke Feuerwehreinsatz: Brand auf Kelkheimer Recyclinghof
Am Sonntag fingen große Mengen Kleinholz und Sperrmüll auf einer Grünschnitt-Deponie in Kelkheim feuer.

<br><br>Fotos: Reuß130 Feuerwehrleute kamen bei den Löscharbeiten zum Einsatz.Die Ursache für den Brand blieb zunächst ungeklärt.


Der Wehr rückte aus und forderte schnell weitere Hilfe an, denn ein rund 200 Kubikmeter großer Berg aus Holzschnipseln war in Brand geraten und produzierte starken Rauch, der weithin sichtbar von Kelkheim aus in Richtung Liederbach und Höchst zog. Per Radiodurchsage wurden die Menschen in den Orten gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Eine Gefahr für die Gesundheit bestand nach Angaben von Kelkheims Feuerwehrsprecher Stephan Armagni allerdings nicht.

Messungen, die den ganzen Tag über im näheren und weiteren Umfeld der Unglücksstelle vorgenommen wurden, hätten keine bedenklichen Werte ergeben. Die Wehrleute bekamen das Feuer zwar relativ zügig unter Kontrolle, doch bis der Brand endgültig gelöscht ist, wird es früher Abend. Die Arbeiten waren und sind sehr aufwendig und sehr anstrengend. Damit das Feuer nicht noch auf andere Bereiche übergriff, wurden mit Räumgeräten Schneisen in die Holzberge gezogen. Dann wurden die qualmenden Schnipsel Baggerschaufel für Baggerschaufel abgelöscht.

„Es brennt noch in geringem Umfang“, meldete Ralph Armagni gegen 16 Uhr, der seinen Sohn Stephan als Einsatzsprecher abgelöst hatte. Und fügte hinzu: „Das ist eine mühsame Kleinarbeit.“ Die Wehrmänner agieren in wechselnden Schichten mit Atemschutzgeräten, denn längere Einsätze am Stück sind unter diesen erschwerten Bedingungen nicht möglich. Außerdem reicht der Luftvorrat in der Regel nur für eine halbe Stunde. Die Einsatzleitgruppe des Main-Taunus-Kreises sorgte derweil für Nachschub – nicht nur von Sauerstoff, sondern auch von Essen und Getränken.

Über die Ursache des Brandes konnte Armagni noch keine Angaben machen. Der Schaden sei vergleichsweise gering, denn das geschredderte Holz sollte ohnehin verbrannt werden – allerdings wohl kontrolliert in einer Anlage zur Energiegewinnung. Ralph Armagni: „Das hier war der falsche Ort.“

Vor zwei Jahren hatte es auf dem Recyclinghof schon einmal einen Großeinsatz gegeben. Damals brannten 250 Tonnen Holz. Ursache war, wie sich später herausstellte, ein an einem Holzstück befestigtes Eisenteil, das beim Schreddern Funken erzeugte. (kajo)

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