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Falscher Major vor Gericht: Der Frankfurter Hauptmann von Köpenick

Heinz Rühmann hätte seine Freude mit diesem Herrn gehabt: Ein 72-Jähriger nahm im Frankfurter Amtsgericht in der Ausgehuniform eines Generalmajors auf der Anklagebank Platz. Das Problem an der Sache: er durfte die Uniform gar nicht tragen.
Das Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt am Main. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv Das Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt am Main. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv
Frankfurt. 

Der Hauptmann von Köpenick lässt grüßen: Da staunten die Prozessbeteiligten am Dienstagnachmittag nicht schlecht, als der falsche Generalmajor auf der Anklagebank Platz nahm.

Der Beschuldigte in einem Verfahren wegen Urkundenfälschung schritt in der Ausgehuniform eines Generalmajors durch den Gerichtssaal und setze sich auf die Anklagebank. Der 72-jährige Angeklagte trug einen Dienstanzug der Bundeswehr sogar mit Abzeichen eines Generalmajors.

Ein Kriminalbeamte, der als Zeuge geladen war, wurde misstrauisch: Der Beamte veranlasste eine Überprüfung beim Landeskommando Hessen der Streitkräftebasis der Bundeswehr. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten. Der Angeklagte war kein aktiver Angehöriger der Bundeswehr und hatte folglich diesen hohen Dienstgrad nicht inne.

Da der 72-Jährige auch über keinen Truppenausweis verfügte, schöpfte auch der  anwesende Richter  Verdacht, der Mann könnte missbräuchlich  Titel, Berufsbezeichnungen und Abzeichen verwenden.

Die Abzeichen wurden beschlagnahmt und der Mann angezeigt. Nach dieser Unterbrechung konnte der Prozess gegen den Frankfurter Hauptmann von Köpenick fortgeführt werden, heißt es im Polizeibericht.

red

 

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